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Abgeld

Unternehmen – Online Finanzlexikon

Begriffe aus der Wirtschaft, den Finanzmärkten und Versicherungen

Abgeld

Der Preisnachlaß auf den Nennwert eines Wertpapiers wird auch Disagio genannt. Beträgt der Nennwert eines Wertpapiers beispielsweise 100 EUR und es wird für 98 EUR verkauft, so beträgt das Abgeld 2 EUR.

Abgezinstes Wertpapier

Wertpapier, bei dem die gesamten Zinsen über die vorgesehene Laufzeit bereits im Vorfeld vom Preis abgezogen wurden. Diese Art von Wertpapier bezeichnet man auch als Nullkuponpapier oder Zerobond. Eine Anlage in diese Art von Wertpapieren erfolgt häufig aufgrund steuerlicher Gesichtspunkte.

Abwertung

Instrument der Notenbank zur Stabilisierung des Wechselkurses. Durch die Verringerung des Außenwertes einer Währung werden Exporte verbilligt und Importe verteuert. Gegenstück: Aufwertung.

AG

Abkürzung für Aktiengesellschaft

Agio

Ein für Wertpapiere gezahltes Aufgeld nennt man Agio. Bei dem Agio handelt es sich um jenen Betrag, um den der Ausgabepreis bei der Neuausgabe von Wertpapieren den Nennbetrag übersteigt bzw. den Betrag übersteigt, um den der Börsenkurs den inneren Wert übersteigt. Auch das Aufgeld, das beim Kauf der meisten Fonds für den Anleger anfällt, wird […]

Akquisition

Alternative Bezeichnung für den Kauf eines Unternehmens durch eine Kapitalgesellschaft.

Aktien

Aktien sind Wertpapiere und verbriefen Teilhaberrechte an einer Aktiengesellschaft. Der Inhaber einer Aktie ist sowohl am Erfolg als auch am Risiko der Aktiengesellschaft beteiligt.

Aktien-Gewinnrendite

Die Aktien-Gewinnrendite als Kennzahl zur Bewertung von Aktien errechnet sich aus dem Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses.

Aktienemission

Erstausgabe von Aktien, die entweder bei der Gründung einer Aktiengesellschaft (AG) oder im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung erfolgen kann.

Aktienfonds

Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend in Aktien investiert.

Aktiengesellschaft

Die Aktiengesellschaft (AG) ist Kapitalgesellschaft, bei der eine größere Anzahl von Personen (Aktionäre) das Eigenkapital stellen. Die Aktionäre haften jedoch, anders als bei der Personengesellschaft, nur bis zur Höhe Ihrer Einlage, dem Grundkapital. Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft.

Aktiengesetz

Das Aktiengesetz (AktG) stellt die Rechtsgrundlage für Aktiengesellschaften dar. Es beinhaltet unter anderem, wie die Organe der Aktiengesellschaft, der Aufsichtsrat, die Hauptversammlung und der Vorstand, zusammenhängen.

Aktienindex

Kennziffer, die die Entwicklung des Kursdurchschnitts von Aktiengesellschaften widerspiegelt, die in einem solchen Index zusammengefaßt sind. Wichtige Aktienindizes in Deutschland sind beispielsweise der DAX (30 Werte) sowie der FAX-Index (100 Werte).

Aktienkurs

Preis, zu dem eine Aktie am Markt gehandelt wird.

Aktienmarkt

Als Aktienmarkt bezeichnet man nicht nur den streng reglementierten amtlichen Handel an Börsen, sondern alle Märkte, an denen Aktien gehandelt werden (d.h. Angebot und Nachfrage bedient werden). Der Telefonhandel, welcher außerhalb der Börse stattfindet, zählt beispielsweise ebenfalls zum Aktienmarkt.

Aktionär

Den Besitzer einer Aktie nennt man Aktionär. Er ist durch diese Aktie Teilhaber an einer Aktiengesellschaft und damit (jeweils in Höhe seines Einsatzes) sowohl am Gewinn als auch am Verlust einer Aktiengesellschaft beteiligt.

Alpha-Faktor

Das Alpha eines Fonds bringt die um das Marktrisiko bereinigte Performance zum Ausdruck. Der Alpha-Faktor wird also von Wertentwicklungen beeinflußt, die auf das spezifische Wertpapierrisiko (unabhängig vom Marktrisiko) zurückzuführen sind. Den marktspezifischen Risikofaktor bezeichnet man als Beta-Faktor. In einer Regressionsanalyse bezeichnet das Alpha den -Achsenabschnitt und das Beta die Steigung der Regressionsgeraden.

Am Geld

Eine Option, bei der der aktuelle Marktpreis dem Basispreis des zugrundeliegenden Underlyings entspricht befindet sich am Geld ( „at the money“).

Amerikanische Option

Eine Option, bei der der Inhaber der Option das zugrundeliegende Optionsrecht während der gesamten Laufzeit ausüben kann. Gegenstück: Europäische Option.

Anlageausschuß

Die Allgemeinen Vertragsbedingungen für Publikumsfonds schreiben vor, daß sich die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) bzw. das Fondsmanagement beim Kauf oder beim Verkauf von Vermögenswerten von einem Anlageausschuß beraten lassen müssen. Der Anlageausschuß wird vom Aufsichtsrat der KAG für den jeweiligen Fonds zusammengestellt. Er legt dann die langfristige Anlagepolitik fest.

Anleihe

Oberbegriff: verzinsliche Schuldverschreibungen mit fester Laufzeit. Alternativ zur Bankfinanzierung werden Anleihen als günstige Finanzierungsform von Investitionsvorhaben genutzt. Anleihen werden sowohl von Einrichtungen der öffentlichen Hand (z.B. Bundesanleihen) als auch von privaten Unternehmen (z.B. Industrieanleihen = Corporate Bonds) emittiert. Anleihen der öffentlichen Hand müssen beispielsweise in Deutschland aufgrund gesetzlicher Bestimmungen vom Bundesfinanzminister genehmigt werden.

Anteilklasse

Kategorie von Fondsanteilen, die häufig durch eine bestimmte Gebührenstruktur bestimmt wird.

Anteilschein

Anteilscheine verbriefen den Anspruch eines Anteilsinhabers gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft.

Anteilwert

Der Wert eines Anteilscheins, der sich aus der Teilung des gesamten Fondsvermögens durch die Zahl der insgesamt umlaufenden Anteile ergibt. Der Anteilwert sogenannter Publikumsfonds wird in der Regel börsentäglich von der Depotbank ermittelt. Der Anteilwert ist dann identisch mit dem Rücknahmepreis, zu dem die KAG Fondsanteile zurücknimmt.

Antizyklisch

Bezeichnung für das Handeln gegen den Markt. Der antizyklische Investor kauft in den fallenden Markt (mehr Verkäufer als Käufer) und hofft, daß sich der Großteil der Verkäufer irrt und die Kurse wieder steigen. Gegenstück: prozyklisch.

Arbeitnehmer-Sparzulage

Die Arbeitnehmer-Sparzulage auf vermögenswirksame Leistungen ist im Rahmen der Einkommensteuererklärung zu beantragen. Als Beleg dient die Bescheinigung des depotführenden Kreditinstitutes über die eingezahlten Beträge.

Arbitrage

Bezeichnet die gezielte Ausnutzung von Kurs- und Zinsdifferenzen an verschiedenen Börsenplätzen, an denen die gleichen Wertpapiere gehandelt werden. Hierbei kann es sich auch um andere Wirtschaftsgüter wie etwa Devisen, Gold oder Silber etc. handeln.

Asset

bezeichnet das Vermögen, die Gesamtheit aller Güter, Anlagevermögen, in einem Betrieb längerfristig eingesetzte Wirtschaftsgüter bzw. Kapitalanlagen.

Asset Allocation

Englischer Begriff für die Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Anlagemöglichkeiten (Anlageklassen, Währungen, Regionen etc.). Die Bedeutung der Asset Allocation liegt darin, daß der Ertrag eines Portfolios in erster Linie durch die Auswahl der Wertpapierarten, Länder etc. sowie deren Gewichtung zueinander bestimmt wird. Ziel der Asset Allocation ist es, das Verhältnis von Rendite und Risiko im […]

Aufwand

Unter Aufwand versteht man alle Buchungen, die den Gewinn in der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens verringern. Gegenstück: Ertrag.

Aufwertung

Instrument der Notenbank zur Stabilisierung eines Wechselkurses. Durch die Erhöhung des Außenwertes einer Währung werden Exporte verteuert und Importe verbilligt. Gegenstück Aufwertung

Ausgabeaufschlag

Differenz zwischen Ausgabepreis und Anteilwert, den der Anleger beim Erwerb von Investmentanteilen zu entrichten hat. Diese Gebühr deckt hauptsächlich die Vertriebskosten der Kapitalanlagegesellschaft ab. Der Ausgabeaufschlag wird in der Regel als Prozentsatz auf Basis des Rücknahmepreises oder des Anlagebetrags berechnet. Die Höhe des Ausgabeaufschlags hängt auch von der Art des Fonds und seinem Anlageschwerpunkt ab. […]

Auslandsanleihen

Anleihen, die nicht im Heimatland des Emittenten aufgelegt werden, bezeichnet man im allgemeinen als Auslandsanleihen. Sie können auf die Währung des Heimatlandes, aber auch in jeder anderen handelbaren Währung lauten.

Ausschüttende Fonds

Nach Beendigung des Fondsgeschäftsjahres werden die dem Fonds zugeflossenen ordentlichen Erträge an die Anteilsinhaber ausgeschüttet. Dies trifft gegebenenfalls auch auf einen Teil der außerordentlichen Erträge zu. Ordentliche Erträge setzen sich bei Wertpapierfonds aus Dividenden und/oder Zinsen zusammen. Die außerordentlichen Erträge wiederum beinhalten hauptsächlich Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren. Die Ausschüttungen werden dann in der […]

Ausschüttung

Erträge, die in regelmäßigen Abständen (z.B. jährlich), an ihre Anteilsinhaber ausgezahlt werden. Gegenstück: Thesaurierung. Siehe auch: ausschüttende Fonds

Auszahlplan (= Entnahmeplan)

Der Auszahlplan basiert auf einer zwischen dem Anleger und der Kapitalanlagegesellschaft getroffenen Vereinbarung über Höhe und Zeitabstand regelmäßiger Auszahlungen aus seinem Anlageguthaben. Der Anleger hat die Möglichkeit, sich entweder nur die regelmäßig erwirtschafteten Erträge auszahlen zu lassen (Auszahlung ohne Kapitalverzehr) oder das Anlagevermögen allmählich aufzubrauchen (Auszahlung mit Kapitalverzehr). Voraussetzung für einen Auszahlplan ist in der […]

BaFin

Abkürzung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. In der BaFin finden sich die Geschäftsbereiche der ehemaligen Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen (BaKred, Bankenaufsicht), für das Versicherungswesen (Versicherungsaufsicht) sowie für den Wertpapierhandel (BaWe, Wertpapieraufsicht/Asset-Management) vereint.

Baisse

Starker Kursrückgang an der Börse über einen mittleren oder längeren Zeitraum. Gegenstück: Hausse

Bär

Ein Bär ist jemand, der von fallenden Kursen ausgeht (Börsen-Pessimist). Gegenstück: Bulle

Bärenfalle

Umgangssprachlicher Begriff der technischen Wertpapieranalyse (fälschliches Verkaufssignal). Der Bär tappt in die Falle, indem der erwartete Kursrückgang, auf den er spekuliert hat, nicht eintritt. Gegenstück: Bullenfalle

Barreserve (= Liquidität oder Kasse)

Damit das Fondsmanagement flexibel auf Anlagechancen reagieren und Anteilsrückgaben jederzeit bedienen kann, besteht ein Teil des Fondsvermögens in der Regel aus Bankguthaben oder Geldmarktpapieren. Die Höhe der Liquidität kann durch die Vertragsbedingungen begrenzt sein. Laut dem Gesetz für Kapitalanlagegesellschaften darf ein Fonds (Ausnahme: kurz nach der Auflegung) maximal eine Barreserve von 49% halten.

Basispreis

Der Basispreis bezeichnet den Ausübungspreis, zu dem der Obligationsinhaber vom Stillhalter die Herausgabe (Call) bzw. die Rücknahme (Put) des Basiswertes verlangen kann.

Basiswert

Als Basiswert bezeichnet man der einer Option oder einem Futures zugrunde liegenden Wert (z.B. Indizes, Währungen, Wertpapiere, Zinsinstrumente). Alternative Bezeichnung für den Basiswert sind Kontraktwert, Underlying oder zugrunde liegender Wert. Prinzipiell kann jeder veränderbare Wert als Basiswert dienen.

Benchmark

Als Benchmark bezeichnet man einen Vergleichswert (meist einen Index, oder die Gewichtung mehrerer Indizes), der zur Messung des Anlageerfolgs herangezogen wird.

Beta-Faktor

Der Beta-Faktor ist ein Risikoindikator, der die Volatilität einer Anlage im Vergleich zum Markt zeigt. Er zeigt an, um wieviel Prozent sich der Wert einer Einzelanlage bewegt, wenn sich der Markt als Ganzes bewegt. Ein Beta-Faktor von 1,2 bedeutet: Wenn der Markt um 1% schwankt (egal in welche Richtung), verändert sich der Wert der Aktie […]

Beteiligungsgesellschaft

Unter einer Beteiligungsgesellschaft versteht man eine Gesellschaft, an der eine andere Gesellschaft eine Minderheitsbeteiligung besitzt. Der Ausdruck ist daher etwas irreführend, denn er bezeichnet nicht die Gesellschaft, welche die Beteiligung hält!

bezahlt

Kurszusatz, der aussagt, daß die komplette Nachfrage auf dem aktuellen Kursniveau bedient wurde.

Bezugsrecht

Bei der Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft verbrieft das Bezugsrecht das Anrecht des Aktionärs auf „junge Aktien“.

Bezugsverhältnis

Das Bezugsverhältnis gibt an, in welchem Verhältnis bei einer Kapitalerhöhung „alte Aktien“ zu „jungen Aktien“ stehen. Ein Bezugsverhältnis von zwei zu eins bedeutet, daß man für zwei „alte Aktien“ eine „junge Aktie“ beziehen darf.

Bilanz

Periodische tabellarische Gegenüberstellung, die Aufschluß über die Mittelverwendung auf der Aktivseite und über die Beschaffung der Mittel auf der Passivseite gibt. Aktiengesellschaften sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine Bilanz auszuweisen. Bei der Erstellung der Bilanz müssen alle Aktiv- und Passivposten stichtagsbezogen dargestellt werden.

Blue Chips

Bezeichnung für Aktien der größten, international renommiertesten Unternehmen. Diese haben in der Regel einen großen Anteil am gesamten Börsenumsatz, und aus ihren Kursen werden die üblichen Indizes berechnet. In Deutschland werden Blue Chips häufig „Standardpapiere“ genannt.

Bond

Allgemein verbreiteter Begriff für „Anleihe.“

Bonität

Unter Bonität versteht man die Zahlungsfähigkeit und -willigkeit eines Schuldners. Letztlich versteht man darunter auch das Ansehen, das ein Kunde bei Banken hat. Die Bonität hat somit Einfluß auf den Fremdkapitalzins des Schuldners.

Boom

Siehe: Hochkonjunktur

Börse

Handelsplatz/Markt für z.B. Derivate, Devisen, Rohstoffe, Wertpapiere, andere Waren. Die Börse wird alternativ auch als Exchange oder Board of Trades bezeichnet.

Börsenaufsicht

Zusammenfassende Bezeichnung für diverse Körperschaften, die das Marktgeschehen an den Börsen kontrollieren.

Bottom Up-Ansatz

Managementstrategie, bei der das Fondsmanagement in erster Linie nach erfolgversprechenden Einzeltiteln sucht. Erst danach werden Branchen-, Länder- und Währungsrisiken berücksichtigt. Gegenstück: Top-down-Ansatz

Branchenfonds

Investmentfonds, der ausschließlich in Aktien bestimmter Segmente oder Wirtschaftssektoren wie beispielsweise Rohstoffe oder Technologie anlegt (auch Spezialitätenfonds genannt).

BSP

Abkürzung für Bruttosozialprodukt

Bulle

Ein Bulle ist jemand, der von steigenden Kursen ausgeht (Börsen-Optimist). Gegenstück: Bär

Buy on bad news

Börsenweisheit, die empfiehlt in Werte von Unternehmen zu investieren, welche eine schlechte Nachricht bekanntgegeben haben. In die dann fallenden Kurse zu kaufen, kann für langfristige Anleger die richtige Entscheidung sein. Gemäß der Kaufmannsweisheit: Im Einkauf liegt der Gewinn. Selbstverständlich ist dies auch immer sehr stark abhängig von dem Inhalt der schlechten Nachricht.

BVI

Abkürzung für den Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften e.V. Der BVI versucht vor allem Kleinanleger von den Vorteilen (z.B. Minimierung von Risiken durch breite Diversifizierung) von Investmentfonds zu überzeugen.

Call

Ein Call ist in der Finanzterminologie sowohl die Bezeichnung für einen Kaufsoptionsschein als auch für eine Kaufsoption. Beide Finanzinstrumente beinhalten ein Kaufrecht, das dem Käufer des Calls das einseitige Recht einräumt, den zugrundeliegenden Basiswert bis zum (amerikanische Option)/am (europäische Option) Verfallsdatum zum Basispreis zu kaufen. Der Verkäufer (Stillhalter) dagegen ist verpflichtet, den Basiswert zum vorher […]

Carrying Charges

Als Carrying Charges werden Kosten (z.B. Lagerkosten, Versicherungen) zur Haltung einer Ware im Futures-Geschäft bezeichnet.

Cash flow

Der Cash Flow gibt an, wie finanzkräftig ein Unternehmen ist. Dabei werden nur ausgaben- bzw. einnahmenwirksamen Positionen berücksichtigt. Cash Flow = Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Veränderungen bei den langfristigen Rückstellungen +/- Veränderungen bei den Rücklagen

CEO

Abkürzung für: Chief Executive Officer. Angelsächsische Bezeichnung für den Vorstandsvorsitzenden eines Unternehmens.

CFO

Abkürzung für: Chief Financial Officer. Angelsächsische Bezeichnung für den Finanzvorstand eines Unternehmens.

Chance-Risiko-Verhältnis

Das Chance-Risiko-Verhältnis beschreibt das Verhältnis der Gewinnchancen gegenüber den Verlustrisiken einer Anlage. Diese Kennzahl läßt sich nicht mathematisch berechnen, sondern unterliegt der subjektiven Einschätzung des Anleger bzw. des Analysten. Generell gilt: Je höher die Gewinnchancen, desto höher auch das Verlustrisiko Bei jedem Investment sollte die Chance (Differenz zwischen Zielkurs und Kaufkurs) deutlich höher sein als […]

Chart

Graphische Darstellung zum Beispiel von Kursen und Zinsen über einen bestimmten Zeitraum.

Chartanalyse

Technische Analyse, die sich hauptsächlich auf die Kursverläufe an den Aktienmärkten stützt.

Chinese Wall

Bildlicher Ausspruch, der den Insiderhandel verhindern soll. So werden beispielsweise innerhalb einer Bank Analysten, Händler und Investmentbanker durch „Chinese Walls“ räumlich und organisatorisch voneinander getrennt, um möglichen Insidergeschäften bereits im Vorfeld entgegenzuwirken.

Commodities

Sammelbegriff für börsenmäßig an speziellen Warenmärkten gehandelte Rohstoffe, die sich in weiche und harte Rohwaren unterteilen. (Weiche: Kakao, Kaffee, Tee, Sisal, Zucker, Soja, Korn und Schweinebäuche. Harte: Kupfer, Zinn, Aluminium etc.) Rohstoffe werden im Kassakurs mit unverzüglicher Lieferung und auf dem Terminmarkt für eine spätere Lieferung gehandelt.

COO

Abkürzung für: Chief Operating Officer. Angelsächsische Bezeichnung für den Vorstand des operativen Geschäfts (oft: Vertriebsvorstand eines Unternehmens).

Core Investment

Als Core Investment (Kerninvestment) bezeichnet man den Anlageschwerpunkt eines Investmentfonds.

Core-Satellit-Ansatz

Anlagegrundsatz, bei dem der überwiegende Teil des Vermögens in Indizes- bzw. indexnahe Produkte oder Fonds investiert wird. Spezialitäten wie Schwellenländer-Fonds werden höchstens zu einem geringen Anteil beigemischt.

Cost-Averaging

Auch Cost Average-Effekt (= Durchschnittskosten-Effekt). Die regelmäßige Einzahlung gleichbleibender Beträge in einen Investmentfonds hat den Vorteil, daß der Anleger die Anteile bei unterschiedlichen Ausgabepreisen zu einem günstigeren Durchschnittspreis kauft als beim regelmäßigem Kauf einer gleichbleibenden Stückzahl von Anteilen im selben Zeitraum. Bei gleichbleibenden monatlichen Einzahlungen in einen Fonds erhält der Anleger bei fallendem Anteilwert mehr, […]

Crash

Plötzlicher massiver Kurseinbruch an den Börsen. Dabei kommt es häufig zu Kursverlusten von 30% und mehr innerhalb nur weniger Tage.

CRM

Abkürzung für Customer-Relationship-Management. CRM bezeichnet eine Softwarelösung, mit dessen Hilfe sich die Geschäftsbeziehungen zwischen einem Unternehmen und dessen Kunden und Lieferanten optimieren lassen.

CTO

Abkürzung für: Chief Technical Officer. Angelsächsische Bezeichnung für den Vorstand für Forschung und Entwicklung eines Unternehmens.

DAX

Er setzt sich aus den Kursen der 30 umsatzstärksten deutschen Aktien zusammen und spiegelt die Kursentwicklung des Gesamtmarktes in Deutschland wider.

DCF

Siehe: Discounted-Cash-Flow

Deflation

Marktlage, die durch eine Verminderung des Geldumlaufs gekennzeichnet ist.

Delta

Das Delta ist eine Sensitivitätskennzahl, die die Korrelation zwischen zwei Finanzprodukten wiederspiegelt. Ein Delta von 0,5 bedeutet bei einer Option, das eine Preisänderung des Underlyings um 4 EUR zu einer Veränderung des Optionspreise von 2 EUR führt. Das Delta wird bei der Absicherung von Kassapositionenz.B. zur Bestimmung der richtigen Kontraktzahl benutzt.

Delta Hedging

Absicherung (Hedging) durch eine Optionsposition, bei der sich die Kontraktzahl anhand des Delta-Faktors berechnen läßt. Optimalerweise werden die Optionskontrakte dynamisch derart angepaßt, daß die Wertveränderungen der Kassaposition und der Optionsposition ausgeglichen werden. Somit kommt es im optimale Fall zu keiner Veränderung des Gesamtportfoliowerts. Für erfolgreiches Delta-Hedging ist eine permanente Beobachtung der Gesamtposition zwingend erforderlich, weil […]

Depotbank

Eine Kapitalanlagegesellschaft darf gemäß dem Gesetz für Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) ein von ihr aufgelegtes Sondervermögen nicht selbst verwahren. Sie muß damit eine unabhängige Depotbank beauftragen. Auf diese Weise bleibt das Fondsvermögen streng von Vermögen der KAG getrennt. Die Aufgabe einer Depotbank ist beispielsweise die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen sowie die Durchführung der Ausschüttungen für die […]

Depotverwahrung

Die meisten Finanzprodukte werden in einem Depotkonto bei Kreditinstituten oder Investmentgesellschaften verwahrt. Die depotführende Stelle ist hierbei der Ansprechpartner für den Anleger und stellt diesem unter anderem die jährliche Erträgnisaufstellung für die Steuererklärung zur Verfügung. Ein Freistellungsauftrag kann nur bei inländischen Verwahrstellen hinterlegt werden.

Depression

Unter Depression versteht man eine stark negative Wirtschaftsentwicklung eines Wirtschaftsraums. Hauptmerkmale einer Depression sind hohe Arbeitslosenquoten, eine hohe Zahl von Konkursen, eine geringe Investitionsbereitschaft sowie eine niedrige Konsumquote.

Derivate

Börsentechnische Bezeichnung für Finanzprodukte, deren Wertentwicklung von einem zugrundeliegenden Basiswert abhängt. Als Derivate werden unter anderem Forwards, Futures, Optionen oder Optionsscheine bezeichnet.

Devisen

Allgemeine Bezeichnung für fremde Währungen.

Discounted-Cash-Flow

Die Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF) stellt eine Art der Unternehmensbewertung dar. Hierbei werden die geschätzten zukünftigen Free-Cash Flows des Unternehmens mit Hilfe der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC= weighted average capital costs) abgezinst. Von dem so ermittelten Unternehmenswert wird dann die Nettoverschuldung abgezogen, um den Barwert des Eigenkapitals zu berechnen. Ist der Barwert größer als die Marktkapitalisierung der […]

Dividende

Die Dividende ist der Gewinnanteil des Aktionärs einer Aktiengesellschaft. Die Höhe der Dividende wird von der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft festgelegt.

Dividendenrendite

Die Dividendenrendite stellt neben den potentiellen Kursgewinnen eine zweite Ertragskomponente für den Investor dar. Diese läßt sich berechnen, indem man die zukünftige Dividende je Aktie durch den aktuellen Aktienkurs dividiert und das Ergebnis mit 100 multipliziert.

Dow Jones

Kurzbezeichnung für den Dow Jones Industrial Average-Index. Dieser US-amerikanische Aktienindex spiegelt die Entwicklung der 30 umsatzstärksten Industriewerte wider.

Downside-Deviation

Die Downside-Deviation bezeichnet eine negative Abweichung der Performance vom Mittelwert.

Downside-Volatilität

Die Downside-Volatilität bezeichnet die Schwankungsbreite der negativen Abweichungen vom Mittelwert. Positive Abweichungen werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Dreifacher Verfallstermin

Der Dreifache Verfallstermin bezeichnet den letzten Handelstag für DAX-Futures, DAX-Optionen sowie der Optionen auf die DAX-Aktien an der EUREX. (Dieser fällt jeweils auf den dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember eines jeden Jahres.) Viele Marktteilnehmer wie Fonds- und Vermögensverwalter versuchen unmittelbar vor dem Verfallstag die aktuellen Kurse der Basiswerte so zu beeinflussen, daß […]

Duration

Unter Duration versteht man den Zeitraum, der benötigt wird, bis das gesamte gebundene Kapital eines festverzinslichen Papier durch Zins- und Tilgungszahlungen des Schuldners zurückgeflossen ist. Anleihen, die eine hohe Duration aufweisen, reagieren stärker auf Zinsänderungen als Anleihen mit einer niedrigen Duration. Die Zinssensitivität (die zu erwartende prozentuale Kursänderung inklusive Stückzinsen einer Anleihe im Hinblick auf […]

EBIT

Abkürzung für „earnings before interests and taxes“. Also die Einnahmen vor Zinsen und Steuern, die einen Einblick in die operative Ertragskraft eines Unternehmens vermitteln.

Effekten

Bezeichnung für an der Börse handelbare Wertpapiere.

Eigenkapital

Unter Eigenkapital versteht man das von den Eigentümern eines Unternehmens aufgebrachte Firmenkapital zuzüglich der im Unternehmen verbleibenden erwirtschafteten Gewinne. Das (buchmäßige) Eigenkapital errechnet sich in der Bilanz aus den Aktivposten abzüglich der Verbindlichkeiten.

Eigenkapitalquote

Unternehmenskennzahl. Prozentualer Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme.

Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite gibt an, wie sich das Eigenkapitals verzinst hat. Mathematisch wird der Jahresüberschuss durch das eingesetzte Kapital dividiert.

Eigenverwahrung

Investmentanteilscheine, die als so genannte effektive Stücke ausgegeben werden, kann der Anleger selbstständig verwahren (Eigenverwahrung). Dabei verzichtet der Anleger auf Leistungen, die Ihm bei der Depotverwahrung durch die depotführende Stelle zustehen würden. Bei der Rückgabe von Anteilen über ein inländisches Kreditinstitut wird auf steuerpflichtige Erträge ein mit 35 % erhöhter Zinsabschlag zuzüglich Solidaritätszuschlag einbehalten.

Emerging Markets (= Schwellenländer)

Aufstrebende Märkte. Allgemeiner Begriff für weniger entwickelte Volkswirtschaften im Gegensatz zu den etablierten Industriestaaten. Auch Bezeichnung für Aktienmärkte in Schwellenländern (z.B. Brasilien, Taiwan, Ungarn). Hauptcharkteristika der Volkswirtschaften dieser Länder (welche an der Schwelle zu modernen Dienstleistungs-/ Industriegesellschaften stehen) sind: hohe Gewinnchancen aufgrund stetig wachsender Wirtschaftskraft und gleichzeitig hohe Verlustrisiken wegen volkswirtschaftlicher Instabilität (z.B. politische Instabilität).

Emissionskurs

Ausgabekurs, zu dem ein neues Wertpapier den Kapitalanlegern angeboten wird.

Emittent

Herausgeber eines Wertpapiers (z.B. eine Aktiengesellschaft)

Erfüllung

Unter Erfüllung versteht man die Lieferung des Basiswertes oder den Barausgleich (Cash Settlement) nach Fälligkeit eines Future-Kontraktes. In den meisten Fällen ersetzt der Barausgleich die Lieferung des Basiswertes.

Ertrag

Unter Ertrag versteht man alle Buchungen, die den Gewinn in der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens erhöhen. Gegenstück: Aufwand.

Ertragskraft

Die Ertragskraft, d.h. das Verhältnis zwischen dem Gewinn eines Unternehmens und dem eingesetzten Kapital, ist eine Unternehmenskennzahl für die Rentabilität.

ETF

Exchange Traded Funds (Indexfonds) Indexfonds kommen ohne ein aktives Fondsmanagement aus. Sie werden zumeist mit Aktien bestückt, wie es ein Länder- oder Branchenindex vorgibt. Eine Geldanlage in Indexfonds ist grundsätzlich transparent und kostengünstig. Interessant sind auch so genannte Exchange Traded Funds (ETF). Exchange Traded Funds sind börsengehandelte Indexfonds (ETF-Indexfonds). Siehe auch: Indexfonds

EUREX

Abkürzung für European Exchange, eine Terminbörse für Futures und Optionen. Die EUREX entstand im Mai 1998 aus dem Zusammenschluß der Deutschen (DTB) und der Schweizer (SOFFEX) Terminbörse. Daher werden in dem ausschließlich computergestützten Handel Derivate auf deutsche und schweizerische Werte gehandelt. Hauptsitz der EUREX ist Frankfurt, wobei sich eine weitere Niederlassung in Zürich befindet.

EURIBOR

Abkürzung für: European Interbank Offered Rate

EURO STOXX

Europäischer Aktienindex, welcher die wichtigsten Werte (Auswahlkriterien: Marktkapitalisierung, Börsenumsatz und Branche) des Währungsraums beinhaltet. Siehe auch: EURO STOXX 50.

EURO STOXX 50

Index des Verlags Dow Jones, der die 50 größten börsennotierten Unternehmen im Gebiet der europäischen Einheitswährung umfaßt.

Europäische Option

Eine Option, bei der der Inhaber der Option das zugrundeliegende Optionsrecht nur am Ende der Laufzeit ausüben kann. Gegenstück: amerikanische Option.

Fälligkeit

Zeitpunkt, zu dem ein Terminkontrakt ausläuft.

Federführende Bank

Als federführende Bank bezeichnet man das Kreditinstitut, das bei einer Erstausgabe von Wertpapieren das Bankenkonsortium anführt.

Feindliche Übernahme

Firmenübernahme ohne Zustimmung des zu übernehmenden Unternehmens. Dabei wird versucht, die Stimmenmehrheit zu erlangen, indem man genügend Aktienanteile des zu übernehmenden Unternehmens von den Aktionären erwirbt. (z.B. Mannesmann/Vodafone).

Fest

Bezeichnung für eine leicht steigende Tendenz an der Börse (Kursnotierungen steigen zwischen einem und bis zu drei Prozent) Gegenstück: schwach.

Festverzinsliche Wertpapiere

Wertpapiere, bei denen der Emittent das eingesetzte Kapital während der gesamten Laufzeit garantiert zu einem festen Zinssatz verzinst. Bei steigenden Zinsen fallen die Kurse festverzinslicher Wertpapiere, und bei fallenden Zinsen steigen die Kurse festverzinslicher Wertpapiere.

Fibor

Abkürzung für „Frankfurt-Interbank-Offered-Rate“.

Finanzinnovation

Als Finanzinnovationen gelten z.B. Anleihetypen, deren Besteuerung sich nach dem Paragraphen 20 ABS. 2 Nr. 4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) richtet. Diese Vorschrift legt für den Veräußerungsfall fest, daß die Besteuerung grundsätzlich nach der Emissionsrendite zu erfolgen hat. Das ist die Rendite, die bei Emission einer Anleihe sicher zugesagt werden kann. Ist diese Rendite nicht nachweisbar, […]

Fondsgeschäftsjahr

Geschäftsjahr eines Fonds. Kann unabhängig vom Geschäftsjahr einer Kapitalanlagegesellschaft und vom Kalenderjahr sein.

Fondsmanager

Professioneller Verwalter von Anlagegeldern. Fondsmanager treffen auf Grundlage der Anlagebedingungen die Anlageentscheidungen für den Fonds. Dabei richten sie sich auch nach den Anlagegrundsätzen und den gesetzlichen Vorgaben.

Fondsrating

Anerkannte Rating-Agenturen wie „Moodys Investors Service Inc“ und „Standard & Poors Inc“ stufen Fonds nach ihrer Bonität und ihrem Marktrisiko ein. Dadurch wird die Beurteilung des Gesamtrisikos einer Fondsanlage ermöglicht.

Fondstausch

Anleger, die innerhalb einer Fondsgesellschaft von einem Fonds in einen anderen wechseln möchten, erhalten von den meisten Anbietern in der Regel einen vollständigen oder teilweisen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

Fondsvermögen

Gesamtheit aller im Fonds befindlichen Vermögenswerte.

Freistellungsauftrag

Anleger können bei inländischen Depotverwahrstellen Kapitalerträge vom Zinsabschlag und/oder der Kapitalertragsteuer (KESt) (jeweils zuzüglich Solidaritätszuschlag) freistellen lassen. Der Freistellungsauftrag kann auch auf mehrere Depotstellen verteilt werden, darf jedoch den insgesamt zulässigen Höchstbetrag nicht überschreiten.

Freiverkehr

Im Marktsegment Freiverkehr werden Wertpapiere gehandelt, die weder zur amtlichen Notierung noch zum geregelten Markt zugelassen worden sind.

Fremdkapital

Als Fremdkapital bezeichnet man die Verbindlichkeiten eines Unternehmens gegenüber Dritten. In der Bilanz errechnet sich das Fremdkapital aus der Summe der Passiva abzüglich des Eigenkapitals. Hierbei wird je nach Fristigkeit zwischen kurz- und langfristigem Fremdkapital unterschieden.

Fungibilität

Bezeichnung für Wertpapiere und Devisen, bei denen die einzelnen Stücke aufgrund hoher Standardisierung ohne weiteres ausgetauscht werden können, also handelbar sind. Die Börse wird als Markt für fungible Güter bezeichnet.

Fusion

Rechtliche und wirtschaftliche Vereinigung zweier oder mehrerer Unternehmen.

Futures

Sammelbezeichnung für Terminkontrakte. Ein Future (auch (Börsen-) Terminkontrakt) ist ein verbindlicher Börsenvertrag (Kontrakt) zwischen zwei Parteien (im Gegensatz zu halbseitig verpflichtenden Verträgen bei Optionen), eine Art von börsengehandelten Termingeschäften.

Gamma-Hedge

Ein Gamma-Hedge bezeichnet die Kombination mehrerer Optionspositionen,so daß sich die gewichtete Summe aller Deltas der Optionspositionen bei Kursveränderungen des zugrundeliegenden Underlyings nicht verändert.

Garantiefonds

Fondstyp, bei dem meist am Ende einer festgesetzten Fondslaufzeit entweder das eingesetzte Kapital zurückgezahlt wird oder wenigstens ein bestimmter Prozentsatz davon.

Gearing

Gearing ist eine Kennzahl, die die prozentuale Veränderung des Optionsscheinkurses bei einer prozentualen Veränderung des zugrundeliegenden Bezugswertes angibt. Mathematisch stellt Gearing das Produkt aus Hebel und Delta eines Optionsscheins dar.

Gegengeschäft

Durch das Gegengeschäft werden offene Positionen aus Optionsgeschäften glattgestellt.

Geldmarktfonds

Fonds, die 100 Prozent ihrer Gelder in Bankguthaben, Geldmarkttiteln oder Wertpapieren mit kurzen Laufzeiten anlegen.

Gesamtkapitalrendite

Die Gesamtkapitalrendite ist eine Kennzahl, die besagt, wie sich das insgesamt eingesetzte Kapital (Eigen- und Fremdkapital) des Unternehmens verzinst hat. Mathematisch errechnet sich diese Rendite aus dem Jahresüberschuss zuzüglich der Fremdkapitalzinsen geteilt durch das Gesamtkapital multipliziert mit 100.

Geschäftsbericht

Gesetzlich vorgeschriebenes Schriftstück, das eine Aktiengesellschaft veröffentlichen muß.

Gewinn

Überschuss eines Geschäftsjahres, aus dem sich der Bilanzgewinn ergibt, der dann an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Alternative Bezeichnung: Jahresüberschuss.

Gewinn pro Aktie

Kennzahl, welche sich errechnen läßt, indem man den Unternehmensgewinn durch die Anzahl der Aktien dividiert. Der Gewinn pro Aktie wird unter anderem dazu verwendet, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zu berechnen.

Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften

Ein Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften liegt vor, wenn z.B. die erworbenen Investmentfonds innerhalb der Spekulationsfrist 12 Monate) wieder verkauft werden. Die so erzielten Gewinne unterliegen komplett der Einkommensteuer, sobald sie die Freigrenze von 512 EUR (Stand 2005) in einem Kalenderjahr überschreiten (abzüglich der Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften).

Gleitender Durchschnitt

Der gleitende Durchschnitt errechnet sich, indem die Werte einer bestimmten Periode aufaddiert und durch die Anzahl der Kurse dividiert werden. Häufig wird der gleitende Durchschnitt zur Chartanalyse herangezogen. Wenn dabei ein kurzfristiger gleitender Durchschnitt (welcher stärker auf Kursbewegungen reagiert) einen längerfristigen schneidet, wird dies als Kauf- (Schneiden von unten nach oben) bzw. Verkaufssignal (Schneiden von […]

Grundkapital

Das Grundkapital entspricht der Summe des Nennwerts aller Aktien eines Unternehmens.

Halbeinkünfteverfahren

Für Dividendenerträge von Fonds gilt das Halbeinkünfteverfahren, bei der nur noch die halbe Dividende der Einkommensteuer unterliegt, eine Anrechnung der gezahlten Körperschaftssteuer jedoch nicht mehr möglich ist. Diese Regelung gilt bei ausländischen Fonds für Geschäftsjahren, die im Kalenderjahr 2004 begonnen haben (zuvor wurden diese voll versteuert).

Halbjahresbericht

Der Halbjahresbericht ist ein Zwischenbericht, der die wirtschaftlichen Eckdaten des Unternehmens im ersten Geschäftshalbjahr beinhaltet Er enthält unter anderem die Bilanz und die Gewinn-und-Verlust-Rechnung der betrachteten Zeitraums.

Handelsbilanz

Betriebswirtschaftlich werden in der Handelsbilanz das Vermögen und Kapital eines Unternehmens tabellarisch aufgelistet. Während auf der Aktivseite der Bilanz das Anlage- und Umlaufvermögen steht, werden auf der Passivseite das Eigen- und das Fremdkapital aufgeführt. Volkswirtschaftlich werden in der Handelsbilanz die Exporte und Importe eines Landes aufgelistet. Die Handelsbilanz bildet einen Teil der Zahlungsbilanz.

Hauptversammlung

Mindestens einmal jährlich muß bei einer Aktiengesellschaft eine Hauptversammlung einberufen werden. Dabei üben die Aktionäre ihre Rechte aus.

Hausse

Über eine längere Zeit anhaltender Kursaufschwung an der Börse. Gegenstück: Baisse

Hebel

Der Hebel gibt an, in welchem Verhältnis ein Optionsschein eine Kursbewegung des Basisinstrumentes nachvollzieht. Durch diesen Hebel erhält der Spekulant die Möglichkeit, eine große Menge des Kontraktgegenstands beziehungsweise Basiswerts mit einem vergleichbar geringen Kapitalaufwand zu kontrollieren. Dadurch kann überdurchschnittlich an Kursveränderungen des Underlying partizipiert werden. Bei Futures kommt die Hebelwirkung durch die Margin zustande, die […]

Hebelzertifikate

Hebelzertifikate bewegen sich wie der Basiswert. Steigt der zugrundeliegende Basiswert um einen Punkt, klettert auch das Hebelzertifikat (unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses z.B. 1 zu 100, um einen Cent). Der Hebel dieser Produkte kommt daher, daß der Kapitaleinsatz geringer ist als beim direkten Erwerb des Basisinstruments. (z.B. ist ein Turbozertifikat auf einen Index ist mit einer […]

Hedge

Hedge (engl. begrenzen) bezeichnet ein Absicherungsgeschäft zur Begrenzung (bis hin zur Eliminierung) von Verlusten, die durch ungünstige Kursentwicklungen entstehen können. Dieser Grund (Absicherung) führte zu der Entstehung von Terminfinanzinstrumenten, weil man mit z.B. Optionen und Futures auf fallende Kurse spekuliert und somit bestehende Aktienpositionen abgesichert werden können. Der Großteil der am Terminmarkt getätigten Transaktionen ist […]

Hedge Fonds

Hedge Fonds sind hochspekulative Fonds, die überwiegend in Finanzderivate investieren. Hedge Fonds streben eine möglichst schnelle und hohe Vermehrung des angelegten Geldes an und investieren daher gezielt in hochspekulative Anlageformen.

Hexensabbat

„Hexensabbat = großer Verfallstag“. Siehe auch: dreifacher Verfallstermin. (auch dreifacher Hexensabbat genannt)

High-Water-Mark

Performancegebühren, die sich immer am historischen Höchststand (High Water-Mark) orientiert. Erst wenn dieser übertroffen und somit eine neue High-Water-Mark erreicht wurde, entsteht ein neuer Provisionsanspruch (z.B. seitens eines Vermögensverwalters).

Historische Volatilität

Unter historischer Volatilität versteht man die Schwankungsintensität eines Finanzproduktes in der Vergangenheit. Diese wird unter anderem zur Prognose der zukünftigen Kursentwicklung herangezogen.

Hochkonjunktur

Konjunkturphase, deren Hauptmerkmale eine hohe Investitionsfreudigkeit, eine niedrige Arbeitslosenquote, eine hohe Auslastung der Unternehmeskapazitäteten sowie ein hohes Konsumniveau sind. Die Hochkonjunktur (Boom) befindet sich am dem oberen Wendepunkt des Konjunkturzyklus.

Immobilienfonds

Fonds, der seine Gelder hauptsächlich in Grundstücke und Gebäude anlegt.

Implizite Volatilität

Die implizite Volatilität, die sich aus der historischen Volatilität ergibt, prognostiziert die erwarteten Kursschwankungen eines Finanzproduktes über einen bestimmten Zeitraum. Diese Prognose dient z.B. als Grundlage bei der Preisbestimmung von Optionen.

Indexaktien

Indexaktien (Exchange Traded Funds (ETF)) sind börsengehandelte Indexfonds, deren Wert fortlaufend ermittelt wird. Indexaktien sind üblicherweise günstiger (Verwaltungsgebühr < 0,5%) als (nicht börsennotierte) Indexfonds. Im Konkursfall ist das Kapital des Anlegers (anders als bei Indexzertifikaten) als Sondervermögen geschützt. Außerdem können Indexaktien jederzeit (zwischen neun Uhr morgens und acht Uhr abends) zum aktuellen Indexstand gehandelt werden. […]

Indexfonds

Fonds, der die Zusammensetzung eines bestimmten Index nachzubilden versucht. Das Anlageergebnis eines Indexfonds wird größtenteils die Wertentwicklung eines Index widerspiegeln. Siehe auch: ETF

Indexzertifikate

Indexzertifikate ermöglichen es dem Käufer, an der Entwicklung eines Indizes zu partizipieren ohne einzelne Titel erwerben zu müssen. Indexzertifikate sind sowohl auf inländische als auch auf ausländische Indizes erhältlich. Sie werden börslich- und/oder außerbörslich gehandelt. Der Anleger haftet bei Indexzertifikaten (anders als bei Indexaktien) mit seinem Kapital voll für das Konkursrisiko des Emittenten.

Inflationsrate

Die Inflationsrate drückt anhand eines breiten repräsentativen Warenkorbs aus, um wieviel Prozent sich die Preise innerhalb eines bestimmten Zeitraums erhöht haben. Die Inflationsrate ist somit auch ein Maß für den Anstieg der Lebenshaltungskosten.

Information Ratio

Die Information Ratio mißt, ob sich das Risiko, das im Vergleich zum Referenzindex eingegangen wurde, rentiert hat. Mathematisch berechnet sich die Information Ratio aus der Differenz zwischen der jährlichen Durchschnittsrendite des Fonds abzüglich der des Referenzindex geteilt durch den Tracking Error.

Initial Margin

Initial Margin (Ersteinschuss) ist eine Vorabzahlung, die z.B. Anleger für eine Futuresposition leisten muß, um dann die spätere Erfüllung seiner Verpflichtung zu garantieren.

Innerer Wert

Der innere Wert eines Derivats (z.B. einer Option) läßt sich aus der Kursdifferenz zwischen Basispreis und aktuellem Kurs des Basiswerts errechnen. Wobei man nur dann von einem inneren Wert spricht, wenn die Option im Geld ist, also die Kursdifferenz sich so gestaltet, daß der Inhaber der Option einen Gewinn zu den aktuellen Marktpreisen erzielen würde.

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Zur Unterstützung des Welthandels sowie der Volkswirtschaften der einzelnen Mitgliedstaaten wurde im Jahre 1945 der Internationale Währungsfonds gegründet. Dem IWF gehören etwa 150 Staaten an.

Investitionsgrad

Der Investitionsgrad gibt an, welcher Teil des Fondsvermögens aktuell investiert ist (z.B. in Derivaten, Fonds, Immobilien, Wertpapieren) und nicht als Barposition gehalten wird. Fonds müssen jederzeit einen Investitionsgrad von mindestens 51 Prozent aufweisen

Investmentfonds

Sondervermögen einer Investmentgesellschaft, das aus dem eingelegten Geld von Kapitalanlegern besteht. An diese Kapitalanleger werden Anteilscheine ausgegeben. Diese sind dann entsprechend ihrer Investition an der Wertentwicklung des Fonds beteiligt.

Investmentgesellschaft

Kapitalanlagegesellschaften, die für das von ihnen verwaltete Sondervermögen (dem Fonds), das in verschiedene Finanzprodukte anlegt Anteilscheine ausgeben. Die Tätigkeit deutscher Investmentgesellschaften unterliegt der staatlichen Beaufsichtigung.

ISIN

Alternative Nummer, die zur Identifizierung von Wertpapieren dient. Die ersten beiden Buchstaben stehen für den Ländercode stehen z.B. „DE“ für Deutschland. Durch die ISIN ist der internationale Handel in ein und demselben Wertpapiercode möglich.

Jensens Alpha

Jensens Alpha mißt die risikoadjustierte Überrendite (Outperformance) des Fonds im Verhältnis zum Marktindex. Bei dieser Kennzahl gilt:Je höher der Wert, desto besser.

Junge Aktien

Aktien, die bei einer Kapitalerhöhung neu ausgegeben werden. Nach der ersten Dividendenausschüttung werden die jungen Aktien den alten Aktien gleichgestellt.

Junk Bonds

Junk Bonds (wörtlich Schrott- oder Müllanleihen). Junk Bonds sind Anleihen, die mit überdurchschnittlich hohem Zins ausgestattet sind, da sie von eigens gegründeten Unternehmen, die in der Regel über keine Vermögenswerte verfügen, ausgegeben werden. Junk Bonds wurden in den USA häufig zur Firmenübernahme herausgegeben, wobei heute ausschließlich durch Fremdkapital finanzierte Übernahmen in den USA nur noch […]

Kapitalanlagegesellschaft (KAG)

Kreditinstitut, dessen Ziel es ist, bei ihm eingelegte Gelder in eigenem Namen, aber für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger nach dem Grundsatz der Risikostreuung als Sondervermögen anzulegen. Eine KAG darf in Deutschland ausschließlich die Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG) haben oder als eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) betrieben werden.

Kapitalerhöhung

Eine Kapitalerhöhung, bei der durch die Ausgabe neuer Aktien das Grundkapital einer Aktiengesellschaft erhöht wird. Dabei wird zwischen drei Varianten unterschieden: 1. Ordentliche Kapitalerhöhung: Bei der ordentlichen Kapitalerhöhung werden junge Aktien zu einem vorher vereinbarten Preis anteilig (gemäß dem bisherigen Anteil des Aktionärs am Grundkapital, geregelt über Bezugsrechte) an die Aktionäre ausgegeben. 2. Kapitalerhöhung aus […]

Kapitalertragsteuer (KESt)

Fonds entrichten auf Dividenden deutscher Aktiengesellschaften die 20 %ige KESt zuzüglich Solidaritätszuschlag. Bei ausreichendem Freistellungsauftrag (oder NV-Bescheinigung) erfolgt bei inländischen Fonds eine Vergütung durch das depotführende Kreditinstitut. Der Steuerabzug kann im Rahmen der Einkommensteuer als Vorauszahlung geltend gemacht werden.

Kapitalkosten

Kapitalkosten sind alle Aufwendungen, die getätigt werden, um Eigenkapital oder Fremdkapital einzuwerben. Den Hauptkostenfaktor stellen hierbei in der Regel die Fremdkapitalzinsen dar. Eigenkapital wird mit einem kalkulatorischen Eigenkapitalzins (gewöhnlich Marktzins plus Risikoprämie) berücksichtigt, da auch das Kapital der Eigenkapitalgeber verzinst zurückgezahlt werden soll. Das bedeutet: Unternehmen müssen bestrebt sein, eine Gesamtkapitalrendite (Jahresgewinn minus Fremdkapitalzinsen dividiert […]

Kassakurs

1. Kursfeststellung für Wertpapiere, bei denen es nur einen börsentäglichen Kurs gibt. Kassakurse werden bei Aktien dazu verwendet, Aufträge durchzuführen, die die festgesetzte Mindeststückzahl für den variablen Handel an der Börse nicht erreichen 2. Bei Derivaten (z.B. Optionen, Futures) bezeichnet der Kassakurs häufig den aktuellen Kurs des Basiswertes.

Kassamarkt

Markt für langfristige Kredite und Kapitalanlagen.