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Valoren

Unternehmen – Online Finanzlexikon

Begriffe aus der Wirtschaft, den Finanzmärkten und Versicherungen

Valoren

Im weitesten Sinne versteht man darunter alle Wertsachen; im Bankensektor werden aber hauptsächlich Wertpapiere, Banknoten, Schecks und Münzgeld als Valoren bezeichnet.

Value-at-Risk

Das Value at Risk-Konzept ist ein Verfahren, das zur Berechnung des Verlustpotentials aus Preisänderungen der Handelsposition angewandt wird. Die Berechnung dieses Verlustpotentials, das unter Annahme einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (z.B. 98%) angegeben wird, wird auf der Basis marktorientierter Preisänderungen vorgenommen.

Valuta

Sammelbegriff für fremde Währungen. Ferner ist „Valuta“ die Bezeichnung für das Buchungsdatum der Wertpapiere nach Geschäftsabschluss an der Börse oder der Zeitpunkt, zu dem die Gutschrift bzw. Belastung auf dem Bankkonto durch die Bank erfolgt (per valuta).

Variabel verzinsliche Anleihe

(Angelsächsisch: Floating Rate Note); Bezeichnung für Finanzierungsinstrumente, die im Gegensatz zu traditionellen Anleihen immer nur für einen bestimmten Zeitraum (zum Beispiel 3 oder 6 Monate) einen an kurzfristige Geldmarktsätze gekoppelten festen Mindestzins vorsehen.

Variabler Kurs

An den Wertpapierbörsen werden Kurse der Aktien von großen Publikumsgesellschaften, die sogenannten Standardwerte, fortlaufend notiert. Siehe auch Fortlaufende Notierung.

Variation Margin

Bezeichnung für die Verrechnung der Gewinne und Verluste, die sich aus offenen Terminkontrakt- oder Optionsgeschäften aufgrund der täglichen Neubewertung der Positionen ergeben.

VDAX-NEW®-Index

Der DAX®-Volatilitätsindex VDAX-NEW® drückt die vom Terminmarkt erwartete Schwankungsbreite – die implizite Volatilität – von DAX® aus. VDAX-NEW® gibt in Prozentpunkten an, welche Volatilität in den kommenden 30 Tagen für DAX zu erwarten ist. Grundlage für die Berechnung dieses Index sind die DAX®-Optionskontrakte, die am Geld und aus dem Geld notieren.

VDM

Abkürzung für Verband Deutscher Makler.

Vega

Dynamische Kennzahl, die zeigt, um wieviel sich der Options- bzw. Optionsscheinpreis ändert, wenn die Marktteilnehmer künftg stärkerer Kursschwankungen beim Basiswert erwarten. Konkret: wenn die implizite Volatilität sich um eine Einheit ändert. In der Literatur wird Vega auch als Kappa, Lamba oder Sigma benannt.

Venture Capital

Auch Wagniskapital genannt. Eigenkapital, das jungen, wachstumsträchtigen Unternehmen, die sich nicht selbst finanzieren können bzw. von Banken keine ausreichenden Kredite erhalten, zur Verfügung gestellt wird. I.d.R. stellen sog. Venture Capital Fonds das Kapital im Sinne von Beteiligungskapital zur Verfügung.

Veräusserungsgewinn

Realisierter, steuerfreier Gewinn aus einem Wertpapiergeschäft nach Ablauf der zwölfmonatigen Spekulationsfrist.

Verbriefungen

Banken übertragen Ausfallrisiken auf Forderungen an eine Spezialgesellschaft, die darauf Wertpapiere begibt. Der Forderungspool wird in verschiedene Ratingklassen geteilt; die Wertpapiere an Investoren wie Kapitalanlagegesellschaften und Versicherungen verkauft. Die übertragende Bank verkauft das Risiko und muss die Forderungen daher mit weniger Eigenkapital als zuvor unterlegen. Bei syntetischen Verbriefungen werden nicht Forderungen übertragen, sondern lediglich das […]

Verfall / Verfalltag

Jede Option bzw. jeder Optionsschein hat eine begrenzte Laufzeit. Der Verfalltag ist der letzte Tag, an dem eine Option oder ein Optionsschein gehandelt wird. Es ist gleichzeitig der letzte Ausübungstag für amerikanische Optionen (american style) und der einzige Ausübungstag für europäische Optionen (european style). Die Zeit bis zu diesem Datum ist die Restlaufzeit.

Verfügbarkeit

Eine KAG ist dazu verpflichtet, Anteile eines offenen Fonds börsentäglich zurückzunehmen. Eine Ausnahme können hier Offene Immobilienfonds bilden. Der Kunde soll jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist über sein Vermögen verfügen können. Spezielle Kündigungsfristen gibt es lediglich bei Anlagen nach dem Vermögensbildungsgesetz.

Vergleichsindex

Oder auch Benchmark = Vergleichsmaßstab. Die Entwicklung eines bestimmten Index, der einem Fonds als Vergleichsbasis für die Wertentwicklung dient. Ziel eines aktiv gemanagten Fonds ist es, den Vergleichsindex zu schlagen. Passiv gemanagte (Index)-Fonds sollten sich in etwa wie ihr Vergleichsmaßstab entwickeln.

Vergleichsmiete

Nach §2 Abs.2 MHG übersteigt die ortsübliche Vergleichsmiete nicht die üblichen Mieten. Das sind Mieten, die in der Gemeinde oder in ähnlichen Gemeinden während der letzten vier Jahre gültig waren, für nicht preisgebundenen Wohnraum in vergleichbarer Art, Größe, Ausführung, Beschaffenheit und Lage. Die Vergleichsmiete kann festgestellt werden mit Hilfe eines Mietspiegels, durch ein Gutachten, oder […]

Vergleichswertverfahren

Das Vergleichswertverfahren ist eine Methode zur Immobilienbewertung. Mit diesem Verfahren wird der Verkehrswert von Gebäudeanlagen auf Grundstücken ermittelt. Auch zur Ermittlung von Bodenwerten wird diese Methode häufig angewandt. Dafür greift man auf entsprechende Bodenrichtwerte zurück. Um Grundstücke mit Gebäuden zu bewerten, werden Kaufpreise von Vergleichsobjekten herangezogen. Diese müssen in bestimmten Merkmalen mit dem zu bewertenden […]

Verkaufsprospekt

1. Allgemein: Für Wertpapiere, die erstmals im Inland öffentlich angeboten werden und nicht zum Handel an einer inländischen Börse zugelassen sind, muss der Anbieter einen Verkaufsprospekt veröffentlichen. Das Schriftstück muss alle Angaben enthalten, damit sich Anleger ein zutreffendes Urteil über den Emittenten und die Wertpapiere bilden können. 2. Vertragsbedingungen des Investmentfonds ausgehändigt werden muss. Der […]

Verkaufssignal

Begriff aus der Chart-Analyse, der einem Chartanalytiker einen Hinweis zur Veräusserung eines Wertpapiers gibt. Gegenteil: Kaufssignal.

Verkehrswert

Der Verkehrswert kann mit Hilfe des Vergleichswertverfahrens oder anderen Methoden der Immobilienbewertung ermittelt werden. Es ist der Preis für ein Grundstück, der erzielt werden könnte, zum Zeitpunkt der Ermittlung und im gewöhnlichen Geschäftsverkehr. In die Ermittlung des Verkehrswertes werden auch die tatsächlichen Eigenschaften, die sonstige Beschaffenheit und die Lage des Grundstückes, ohne Rücksichten auf persönliche […]

Verlustzuweisung

Steuerliche Zurechnung von Verlusten. Kapitalanleger, die in einen geschlossenen Fonds investieren, können sowohl tatsächliche Verluste als auch reine Buchverluste (insbesondere Abschreibungen) geltend machen. Im Ergebnis sparen die Anleger Einkommensteuer.

Vermögensaufstellung

Teil des Rechenschafts- und Halbjahresberichts, aus dem Aufteilung und Veränderung des Fondsvermögens hervorgehen.

Vermögenswirksame Leistung (VL)

Die vermögenswirksame Leistung ist eine tarifvertraglich oder per Arbeitsvertrag vereinbarte Geldleistung durch den Arbeitgeber in Deutschland. Die vermögenswirksame Leistung wird direkt vom Arbeitgeber auf das vom Arbeitnehmer benannte Anlagekonto überwiesen. Je nach Vertrag muss bzw. kann der Arbeitnehmer selbst etwas hinzuzahlen. Nach dem Fünften Vermögensbildungsgesetz wird die vermögenswirksame Leistung mit einer Arbeitnehmersparzulage vom Staat gefördert. […]

Verrechnungsscheck

Scheck, auf dem die Vorderseite mit dem Vermerk „Nur zur Verrechnung“ gekennzeichnet ist. Ein Verrechnungsscheck darf von der auf dem Scheck genannten bezogenen Bank nicht bar eingelöst werden, sondern wird nur im Wege der Gutschrift eingelöst. Gegenteil: Barscheck.

Verschuldungsgrad

Bilanzkennzahl, die die Abhängigkeit eines Unternehmens von externen Gläubigern angibt. Ein hoher Verschuldungsgrad kennzeichnet eine Hohe Abhängigkeit und umgekehrt. Der Verschuldungsgrad errechnet sich aus dem Fremdkapital im Verhältnis zum Eigenkapital . Er darf jedoch nie isoliert betrachtet werden, da bei Berücksichtigung des Leverage-Effektes unter bestimmten Voraussetzungen aus Rentabilitätsgründen ein höherer Verschuldungsgrad positiv beurteilt werden kann.

Versorgungswert

Hierunter versteht man eine Aktiengesellschaft, die in der Energiebranche tätig ist, wie z.B. Stromwerke, etc.

Vertikaler Spread

Bei einem vertikalen Spread sind die gleichzeitig ge- und verkauften Optionen vom gleichen Typ (gleiche Laufzeit), allerdings mit unterschiedlichen Basispreisen bewertet.

Vertragsbedingungen

Bevor eine Investmentgesellschaft Anteile eines Fonds ausgeben darf, müssen die Vertragsbedingungen eines Fonds vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen genehmigt werden. Die Vertragsbedingungen regeln das Rechtsverhältnis zwischen Anleger und KAG.

Vertretbare Wertpapiere

Vertretbare Wertpapiere stellen Wertpapiere dar, die untereinander ausgetauscht werden können, ohne dass es dabei zu einer Schädigung des Gläubigers kommt. Hierbei muss es sich um Aktien gleichen Wertes und gleicher Art handeln. Sowohl Inhaberaktien als auch Namensaktien sind vertretbare Wertpapiere.

Vertriebszulassung

Bevor ausländische Fondsanteile in Deutschland öffentlich zum Vertrieb angeboten werden können, muss die Investmentgesellschaft das Anzeigeverfahren für den öffentlichen Vertrieb beim Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen ordnungsgemäß durchlaufen haben.

Verwaltungskosten

Nach § 26 der II. BV sind Verwaltungskosten die Kosten der zur Verwaltung des Gebäudes oder der Wirtschaftseinheit erforderlichen Arbeitskräfte und Einrichtungen, die Kosten der Aufsicht sowie der Wert der vom Vermieter persönlich geleisteten Verwaltungsarbeit. Zu den Verwaltungskosten gehören auch die Kosten für die gesetzlichen oder freiwilligen Prüfungen des Jahresabschlusses und der Geschäftsführung.

Verwaltungsvergütung

Auch Verwaltungsgebühr oder Managementgebühr oder angelsächsisch management fee genannt. Die Vergütung, die die KAG für die Verwaltung eines Fonds erhält. Die Höhe der Verwaltungsvergütung ist in den „Besonderen Vertragsbedingungen“ im Verkaufsprospekt geregelt. Die Gebühr wird nicht dem Anleger, sondern dem Fonds belastet. Siehe auch Depotbankgebühr.

Verwässerungsschutz

Oftmals ist die Option bzw. der Optionsschein gegen Preisänderungen aus Kapitalmaßnahmen geschützt.

Vinkulierte Namensaktie

Sonderform der Namensaktie, bei der Übertragung des Eigentumsrechtes ist zusätzlich die Zustimmung der Aktiengesellschaft erforderlich. Solche vinkulierte Namensaktien werden häufig zu dem Zweck ausgegeben, ein Unternehmen vor Überfremdung zu schützen oder die Übernahme durch unliebsame Konkurrenten zu verhindern.

Vinkuliertes Namenspapier

Diese Form von Namenspapier bedarf zur Übertragung an einen Dritten der Zustimmung des Emittenten.

Volatilität

Schwankungsbereich von Basiswerten während eines bestimmten Zeitraums. Die Volatilität ist eine mathematische Größe (siehe auch Standardabweichung) für das Maß des Risikos einer Kapitalanlage. Bei Fonds wird zum Beispiel ein Durchschnittswert für die Entwicklung in einem Monat gebildet. Die Schwankungen dieses Werts werden als Standard genommen und gemessen, wie weit sich der Fonds in einem Monat […]

Volksaktie

Aktien, die durch Privatisierung des Bundesvermögens entstanden sind und weit gestreut zu Vorzugskonditionen „unter das Volk“, also unter einem breiten Personenkreis plaziert wurden.

Vollfinanzierung

Von einer Vollfinanzierung spricht man normalerweise dann, wenn die Gestehungskosten einer Immobilie ohne Eigenmittel (Eigenkapital), d.h. zu 100% fremdfinanziert werden. Die Kreditinstitute verlangen dann aber häufig andere Sicherheiten.

Vollgeschoss

Die Festsetzung der Vollgeschosse im Bebauungsplan ermöglicht es, auf die Höhe der baulichen Anlagen Einfluß zu nehmen. Die kann erforderlich sein, um das Ortsbild zu gestalten, ein Baugebiet zu dimensionieren oder um ein stadtklimatisch notwendige Durchlüftung eines Gebietes nicht zu verhindern. Regelungen im Bebauungsplan hinsichtlich der Zahl der Vollgeschosse betreffen das Maß der baulichen Nutzung. […]

Vollmacht

Man unterscheidet zwischen der Handlungsvollmacht, die den Bevollmächtigten zur Erledigung bestimmter Rechtsgeschäfte berechtigt und der Generalvollmacht, die ihn zur Erledigung aller Rechtsgeschäfte berechtigt.

Vollmachtstimmrecht

Jeder Inhaber von Stammaktien besitzt ein Stimmrecht in der Hauptversammlung (HV). Er kann aber einen Dritten, z.B. ein Kreditinstitut bevollmächtigen, für ihn das Stimmrecht in der HV auszuüben.

Volume

Umsatz aller getätigten Geschäfte für einen Rohstoff. Ein Geschäft beinhaltet einen Kauf und Verkauf zusammen. Angelsächsische Bezeichnung für das Volumen, also den Umsatz an einer Wertpapierbörse.

Voranfrage

Zur Voranfrage bedarf es eines schriftlichen Antrags. Die Voranfrage dient zur Klärung von Einzelfragen im Zusammenhang mit dem geplanten Vorhaben, noch bevor der Bauantrag gestellt wird. Dies können z.B. Fragen sein zur Gewährung von Ausnahmen, zur Verwendung bestimmter Baumaterialien, zur überbaubaren Grundstücksfläche bis hin zu Gestaltungsfragen. Die Voranfrage ist immer dann empfehlenswert, wenn irgendwelche Zweifel […]

Vorbörse

Wertpapierhandel vor der offiziellen Börseneröffnung und außerhalb der Verantwortung der Börse. Er findet im wesentlichen unter Banken telephonisch und fernschriftlich statt und lässt schon auf die Entwicklung des eigentlichen Börsentages schließen.

Vorfälligkeitsentschädigung

Diese Entschädigung muss vom Darlehensnehmer an das Kreditinstitut bezahlt werden, wenn er den Darlehensbetrag vor Ablauf der Darlehenslaufzeit zurückbezahlt. Das Kreditinstitut lässt sich so für die fehlenden zukünftigen Zinszahlungen entschädigen.

Vorkaufsrecht

Wer das Recht auf Vorkauf einer Immobilie eingeräumt bekommen hat, kann dies ausüben, sobald derjenige, der es ihm eingeräumt hat, mit einem Dritten einen Kaufvertrag über die Wohnung geschlossen hat. Das Vorkaufsrecht kann entweder vertraglich eingeräumt worden sein, als rein schuldrechtliches Vorkaufsrecht, oder aber als sogenanntes dingliches Vorkaufsrecht auch in das Grundbuch eingetragen worden sein.

Vorlaufzeit

Die Zeit von heute bis zum Anpassungstermin Ihrer bestehenden Immobilienfinanzierung.

Vorratsaktie

Auch Verwaltungsaktien genannt. Bezeichnung für Aktien, die Aufgrund eines eingeräumten Rechts im Zuge einer Neuausgabe von Aktien von einem Dritten (Bankenkonsortium, Vermögensverwalter) für Rechnung der Aktiengesellschaft übernommen werden und bis zu einer gegenteiligen Entscheidung durch die AG, nicht auf den Markt gelangen. Dabei haftet der Dritte für die Einlage.

Vorstand

Neben Hauptversammlung und Aufsichtsrat einer der drei Organe der Aktiengesellschaft. Er wird vom Aufsichtsrat auf maximal 5 Jahre bestellt. Seine Hauptaufgaben bestehen in der Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft nach außen.

Vorzugsaktie

Aktie, mit der i.d.R. vom Inhaber kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung ausgeübt werden kann. Häufig besitzen Vorzugsaktien allerdings Sonderrechte wie z.B. eine bevorzugte, also höhere Dividendenzahlung . Gegenteil: Stammaktie.

Vorzugsdividende

Die besondere, dem Inhaber von Vorzugsaktien gewährte Dividende, die in einer Dividendengarantie, aber auch aus einer gegenüber den Stammaktien mit einem zusätzlichen Bonus versehenen Ausschüttung bestehen kann.