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Option

Unternehmen – Online Finanzlexikon

Begriffe aus der Wirtschaft, den Finanzmärkten und Versicherungen

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Option

Eine Option ist eine vertragliche Vereinbarung zweier Parteien, die dem Käufer der Option (buyer) das Recht – nicht aber die Verpflichtung – gewährt, eine bestimmte Menge des Basiswerts (Underlying) innerhalb eines Zeitraums (american option) bzw. an einem (european option) zukünftigen Zeitpunkt (expiration date) zu einem vorab bestimmten Preis (strike price) zu kaufen (call) oder zu verkaufen (put). Für das in einer Option verbriefte Recht zahlt der Käufer dem Stillhalter der Option (Verkäufer) die Optionsprämie (options premium), die gleichzeitig den Wert der Option darstellt. Der Käufer nimmt eine „longPosition, der Verkäufer eine „short“ Position ein. Hieraus ergeben sich dann zwangsläufig die vier Optionsgrundpositionen (Long Call, Long Put, Short Call, Short Put) mit den damit verbundenen Erwartungen. Ein Optionsgeschäft kommt zustande, wenn Käufer und Verkäufer unterschiedliche Erwartungen bezüglich der Kursentwicklung des zugrundeliegenden Basiswerts haben. Der Käufer einer Verkaufsposition (Long Put) erwartet sinkende Kurse. Dabei kann er zwei verschiedene Ziele verfolgen. Entweder er möchte, wenn er den Basiswert selber besitzt, diesen gegen sinkende Kurse unterhalb des Optionspreises (minus Gebühren und anteilige Optionsprämie) absichern (hedgen) oder er nimmt eine „nackte Position“ ein. Das heißt, er besitzt den Basiswert nicht und spekuliert auf fallende Kurse. Anschließend kann er sich, wenn der Kurs tatsächlich gefallen ist, den Basiswert an der Börse oder im Freiverkehrsmarkt – falls möglich – zum jetzt niedrigeren Kurs beschaffen und von seinem Optionsrecht, das auf einen höheren Verkaufskurs lautet, Gebrauch machen. Bei börslichen Aktienoptionen wird in der Regel der Optionsgewinn sofort gutgeschrieben, ohne daß der Inhaber tatsächlich die Aktien kaufen muß und somit Gebühren spart! Der Verkäufer der Verkaufsoption (Short Put) erwartet unveränderte oder steigende Kurse. Für den Fall, daß die Kurse des Basiswertßes sinken, ist er verpflichtet, den entsprechenden Gegenwert bereitzuhalten, um den Basiswert bei Ausübung durch den Käufer kaufen zu können. Bei Börsengeschäften muß ein Teil dieses Geldes als Sicherheit („Margin“) hinterlegt werden.

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