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DWS Concept Kaldemorgen: Wenig Risiko, starke Performance

fondsweb.de - DWS Concept Kaldemorgen: Wenig Risiko, starke Performance

(boerse-online) - Klaus Kaldemorgen ist passionierter Biker - und ein erfahrener Fondsmanager. Seinen DWS Concept Kaldemorgen lenkt er mit ruhiger Hand, was insbesondere sicherheitsorientierte Anleger anspricht. Der bisherige Erfolg hinsichtlich Performance und Volumen spricht für sich. Von Ronny Kohl

Ein neues Anlegerjahr ist angebrochen. Doch die Vorzeichen sind ähnlich wie 2017: Aktieninvestments sind nach wie vor attraktiv, die Zinsen für vermeintlich sichere Anleihen wiederum nach wie vor extrem niedrig und dürften das auch noch eine ganze Zeit lang bleiben. Da sollte die Entscheidung für renditesuchende Anleger, sich den Aktienmärkten zuzuwenden, nicht schwer fallen, könnte man meinen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Nach acht Jahren positiver Marktentwicklung steigt die Sorge vor einer Korrektur, weshalb Sicherheitskonzepte zunehmend gefragt sind. Konzepte, die es ermöglichen, die Kurschancen von Aktien zu nutzen und - wichtiger noch - von den Risiken nur abgeschwächt erwischt zu werden.

"Gehe nur ein Risiko ein, wenn es sich auch wirklich lohnt", rät Klaus Kaldemorgen in solchen Situationen gern. Deutschlands wohl bekanntester Fondsmanager betreut mit seinem Team den DWS Concept Kaldemorgen (ISIN: LU0599946893), einen Total-Return-Fonds, der flexibel in Aktien und Anleihen investiert und dabei auch Währungs- und Absicherungsstrategien berücksichtigt - mit dem Ziel, eine absolut positive Rendite zu erreichen, die allerdings nicht garantiert wird. Dabei wägt der Fondsprofi genau ab, welche Risiken er eingeht.

"Der DWS Concept Kaldemorgen soll dem Anleger einen risikokontrollierten Zugang zu den Aktienmärkten erschließen", beschreibt Kaldemorgen. Er möchte "durch ein hohes Maß an Flexibilität und ein ausgefeiltes Risikomanagement für den Anleger positive Erträge erwirtschaften, unter Beachtung seiner Risikokomfortzone". Übersetzt heißt das, dass er mit seinem Fonds "eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten" anstrebt. Folglich kann es durchaus vorkommen, dass er die eine oder andere Chance lieber auslässt, als zu große Risiken einzugehen. Aber letztlich kommt dieses Konzept bei Anlegern extrem gut an.

Aktuell verzeichnet der Fonds ein Volumen von 7,5 Milliarden Euro. Die Wertentwicklung beläuft sich wiederum auf 40,13 Prozent seit Auflegung am 2. Mai 2011 (per 03.01.2018). Aufs Jahr gerechnet sind das 5,18 Prozent p.a., womit sich der Fonds im Vergleich der konkurrierenden Multi-Asset-Angebote eher im Mittelfeld befindet. Die Volatilität von rund 5,5 Prozent bestätigt andererseits die nervenschonende Wertentwicklung. Und was für Kaldemorgen-Fans noch deutlich wichtiger ist: Seit seinem Start hat der Fonds noch in keinem Jahr einen Wertverlust verzeichnen müssen. In den Worten von Kaldemorgen konnte er die Drawdowns geringer halten als die Marktbewegungen und so mit dem Fonds Jahr für Jahr eine positive Rendite erzielen. Ziel erreicht!, lässt sich ein Fazit ziehen, denn seine Kunden seien deutlich mehr an einer wirkungsvollen Verlustbegrenzung interessiert, als an einer Ertragsmaximierung, so Kaldemorgen.

Der passionierte Motorradfahrer zählt vier Elemente auf, "die für ein besonderes Risiko-Ertrags-Profil sorgen": Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen - "und das mit globaler Perspektive", wie er hinzufügt. Als Basis des Portfolios kommen bei ihm Aktien zum Einsatz, die er als "interessant" einschätzt. Das sind zum Beispiel Unternehmen mit einem stabilen Geschäftsmodell, oder einer attraktiven Dividendenpolitik, oder beides zusammen. Grundsätzlich hat er die Möglichkeit, zwischen 0 und 100 Prozent des Fondsvermögens in Aktien zu investieren, wobei sich die Höhe der Aktienquote sehr stark an dem Risikobudget orientiert - hierzu wird permanent der Risikobeitrag verschiedener Anlageklassen und aller Einzelpapiere zum Gesamtportfolio gemessen, so die offizielle Lesart. Zusätzlich kann der Fonds wie bereits erwähnt in Staats- und Unternehmensanleihen, Währungen, Gold oder Termingelder investieren.

Zurzeit verfolgt Kaldemorgen eine eher vorsichtige Gangart. 40 Prozent seines Vermögens liegen in Aktien wie Deutsche Telekom und Evonik, Nestlé und Monsanto. 20 Prozent sind in Anleihen investiert und 5 Prozent am Rohstoffsektor. Hier ist in erster Linie Gold gemeint, für das er erklärtermaßen ein Faible hat und das er als "eine Art Katastrophenschutz im Portfolio" bezeichnet. Für alle Fälle, sozusagen. 32 Prozent des Fondsvermögens wiederum hält er als liquide Mittel vor - als zusätzliche Sicherheitskomponente ebenso wie als strategische Masse, um sich kurzfristig bietende Anlagechancen nutzen zu können.

Mit seiner defensiven Fahrweise steht Fondslenker Kaldemorgen nur bedingt im Einklang mit den Marktstrategen des Hauses Deutsche Asset Management (DAM), das als DWS-Mutter für die Verwaltung des Kaldemorgen-Fonds verantwortlich zeichnet. Im aktuellen CIO-View ist beispielsweise nachzulesen, dass man zwar im Zyklus schon sehr weit fortgeschritten sei, sich aber "die gute Entwicklung der Aktienmärkte und auch der Weltwirtschaft insgesamt" fortsetzen dürfte. "Wir erwarten das neunte Jahr des Aufschwungs", betont Chefanlagestratege Stefan Kreuzkamp, "die Rally ist noch nicht zu Ende." Selten hätten sich in der jüngeren Geschichte so wenige Länder in einer Rezession befunden wie 2017, führt er aus. Er erwartet für das abgelaufene Jahr sowohl in Europa und den USA wie auch in den Schwellenländern im Durchschnitt zweistellig gewachsene Unternehmensgewinne und auch für 2018 seien die Aussichten gut, was sich letztlich in den Aktienkursen widerspiegeln sollte.

Zugleich weisen die DAM-Strategen aber auch auf den Gegenwind hin, den die Märkte zu spüren bekommen könnten. Beispielsweise durch eine höhere Inflation oder eine restriktivere Geldpolitik ebenso wie eine mögliche Marktschwäche in China oder politische Probleme in den USA. Sie raten daher zu einer weitgehenden Diversifikation der Investments. Oder eben einer Fahrweise à la Klaus Kaldemorgen. Er will "die PS sicher auf die Straße bringen", wie er betont - losgelöst von jedweden Benchmark-Konzepten. Sein Ziel ist ein "asymmetrisches Ertrags-Risiko-Verhältnis", was bedeutet, dass der Fonds an Aufwärtsbewegungen der Märkte zu etwa zwei Dritteln teilnehmen soll, an Abwärtsbewegungen indes nur zu etwa einem Drittel.

"Man muss verstehen, wie die einzelnen Märkte interagieren", sagt er. "Da kann es helfen, wenn man die Wechselwirkungen über lange Zeit verfolgt hat." In dieser Hinsicht ist es sicher kein Nachteil, dass Kaldemorgen viele Jahre sowohl als Aktien- als auch als Anleihemanager gearbeitet hat.

Der DWS Concept Kaldemorgen wird mit einem maximalen Ausgabeaufschlag von 5,0 Prozent angeboten. Die laufenden jährlichen Kosten liegen bei 1,59 Prozent, wozu noch ein Erfolgshonorar in Höhe von 15 Prozent auf die Erträge kommt, um die der Jahresertrag über der Entwicklung der Benchmark liegt. Die Erträge werden nicht ausgeschüttet, sondern zum Zwecke der Vermögensbildung thesauriert.



Quelle:
fondsweb.de

Franklin geht in die ETF-Offensive

fondsweb.de - Franklin geht in die ETF-Offensive

(boerse-online) - Der Franklin Liberty Q Emerging Markets UCITS ETF kombiniert vier Faktoren, die eine Outperformance erwarten lassen. Das Portfolio ist ganz nach der Firmenphilosophie sehr valuelastig. Von Jörn Kränicke

Der heilige Gral in der Investmentszene hört auf den griechischen Namen Alpha. Franklin Templeton versucht bei seinen Liberty Q ETFs, die firmeneigenen Value-Gene auf passives Investieren zu übertragen. Herausgekommen ist dabei ein Multi-Faktor-Ansatz. Damit kann Franklin-Managerin Dina Ting auf längere Sicht den MSCI Emerging Markets schlagen. Gleichzeitig soll der Smart-Beta-ETF weniger schwanken. Der Franklin Liberty Q Emerging Markets vertraut auf die vier Faktoren Qualität (50 Prozent), Bewertung (30 Prozent), Momentum (zehn Prozent) und Volatilität (zehn Prozent). Die 40 Prozent der Titel mit dem besten Gesamtscore der vier Faktoren kommen in den Index. Das sind rund 202 Titel - im MSCI Emerging Markets sind indes 847 Werte. Der ETF wird halbjährlich neu gewichtet. Überdies werden Einzeltitel mit maximal einem Prozent gewichtet.

Diese Limitierung hält Franklin zur Risikominimierung für sehr wichtig. Denn wie in vielen nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes sind auch im MSCI Emerging Markets Index die großen Titel hoch gewichtet. Die Top 3 machen schon mehr als 14 Prozent des Index aus. Auch sind IT- und Bankwerte mit rund 52 Prozent überproportional vertreten. Beim Franklin ETF gibt es solche Klumpenbildungen nicht. IT und Banken machen nur etwa 30 Prozent aus. Dafür sind defensive Branchen wie zyklische Konsumgüter, Energie, nicht-zyklische Konsumgüter und Telekommunikationsdienste deutlich höher gewichtet. Insgesamt führt dieser defensive Stil dazu, dass der ETF ein rund 20 Prozent geringeres KGV aufweist und die Dividendenrendite etwa 50 Prozent höher liegt. Auch die Eigenkapitalrentabilität liegt um 50 Prozent höher als beim MSCI Emerging Markets.

In den normalen Emerging-Markets-ETFs und auch in aktiven Fonds haben inzwischen Wachstumswerte das Sagen. Wer lieber auf Oldschool-Value setzen möchte, liegt beim Franklin ETF richtig.



Quelle:
fondsweb.de

Acatis IfK Value Renten UI A: Abseits des Trampelpfades

fondsweb.de - Acatis IfK Value Renten UI A: Abseits des Trampelpfades

(boerse-online) - Beim Acatis IfK Value Renten UI A setzen Martin Wilhelm und Oliver Werner auf unpopuläre Anleihen. Euro fondsxpress bewertet den Fonds mit Note 1. Von Ralf Ferken

Fondsmanager

Hinter dem Acatis IfK Value Renten UI A steht das Kieler Institut für Kapitalmarkt (IfK), das Martin Wilhelm im Jahr 2005 gründete. Wilhelm arbeitete zuvor unter anderem als Börsenhändler sowie als Leiter zweier Handelsabteilungen und lernte das Geschäft dort "von der Pike auf". Da Wilhelm im Bondmarkt als "Value-Investor" gilt, übertrug Acatis-Chef Hendrik Leber ihm das Mandat für den Acatis IfK Value Renten UI A. Co-Fondsmanager des Ifk-Fonds ist Oliver Werner, der zuvor Volkswirtschaftslehre studierte.

Anlageziel

Das IfK-Team strebt eine jährliche Rendite von drei bis fünf Prozent an, ohne dass die Volatilität dabei über fünf Prozent steigen soll. Zudem möchte das IfK-Team pro Jahr rund vier Prozent ausschütten. Überdies möchten sie ein Portfolio aufstellen, das wenig mit Bundesanleihen korreliert.

Strategie

"Auch wir glauben, dass Aktien attraktiv sind", sagt Werner. "Aber was sollte jemand tun, der nicht 100 Prozent in Aktien halten möchte?" Für das Kieler IfK-Team ist die Antwort klar: Anleihen kaufen, die günstig bewertet sind und die man abseits der Trampelpfade suchen muss. "Wir mögen Value-Titel, die aufgrund einer Sondersituation einen Renditeaufschlag bieten", sagt Werner. Dazu kann das IfK-Team die ganze Palette des Bondmarkts nutzen.

Portfolio

Derzeit halten Wilhelm und Werner etwa Anleihen der Allianz-Versicherung, der NordLB oder des Schweizer Stahlherstellers Schmolz + Bickenbach. Auf klassische Staatsanleihen und Mittelstandsanleihen verzichten sie dagegen. Ebenso auf sogenannte ABS, CDOs und strukturierte Produkte. Zudem meiden sie Titel, die die EZB kauft oder kaufen kann, weil diese aus ihrer Sicht bereits zu hoch bewertet sind. An ihren Titeln hält das IfK-Team meist lange fest. Der Turnover beträgt lediglich 20 Prozent. Auf der Währungsseite hält das IfK-Team mindestens zwei Drittel in Euro-Papieren, derzeit sind es rund 70 Prozent. Die aktuelle Duration des Portfolios beträgt 4,4 Jahre.

Rendite-Risiko-Profil

Das IfK-Team muss sich mit seinem Ansatz nicht verstecken. Seit der Auflage im Dezember 2008 erzielte der Acatis IfK Value Renten eine jährliche Rendite von rund 8,5 Prozent - kumuliert aus den jährlichen Ausschüttungen und Kursgewinnen. Fortschreiben kann man diese Entwicklung allerdings nicht. Dazu sind die Zinsen mittlerweile zu tief gesunken. Derzeit bietet das IfK-Portfolio bei einem Durchschnittsrating von "BBB-" jedoch eine laufende Rendite von rund 3,6 Prozent. Das ist sehr ordentlich.

Fazit

Falls sie geschickt ausgewählt werden, bleiben Bonds attraktiv.





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fondsweb.de

Fonds im Rückblick: Dividendenfonds - aber mal anders

fondsweb.de - Fonds im Rückblick: Dividendenfonds - aber mal anders

(boerse-online) - Vor einem Jahr stellten wir in Euro fondsxpress den HQT Global Quality Dividend vor. Er setzt auf eine rigorose Aktienauswahl und nur 22 Titel, die alle gleich gewichtet werden. Von Jörn Kränicke

Mit dem HQT Global Quality Dividend hat das Family Office HQ Trust einen ungewöhnlichen Fonds auf den Markt gebracht. HQ Trust ist eines der ältesten und größten unabhängigen Multi Family Offices in Deutschland. Seit mehr als drei Jahrzehnten mehren sie das Vermögen der Nachkommen von Harald Quandt und betreuen daneben Privatpersonen, Familien, Stiftungen sowie institutionelle Anleger, Pensionskassen und Versorgungswerke. Für den HQT Global Quality Dividend ist nicht die Höhe der Dividende allein ausschlaggebend, sondern vor allem eine stabile Dividendenpolitik.

"Anders als klassische Dividendenstrategien verwenden wir daher die Dividende einer Aktie mehr als Qualitätskriterium. Wir interessieren uns ausschließlich für die Stabilität der gezahlten Dividende", sagt Marcel Müller, der den Fonds zusammen mit Sven Lehmann managt. Laut ihrer Erfahrung überzeugen Unternehmen, die es sich leisten können, über viele Jahre die Dividende nicht zu kürzen, durch besonders stabile und krisensichere Geschäftsmodelle. "Das sind die Unternehmen, in denen wir investiert sein möchten", sagt er. Das Verständnis von Müller und Lehmann hinsichtlich der Qualität der Dividende unterscheidet sich stark vom Verständnis der meisten quantitativen Modelle. "Unser Modell ist spezialisiert darauf, Unternehmen zu finden, die die von uns entwickelten strengen Qualitätsanforderungen erfüllen und gleichzeitig bewertungstechnisch attraktiv sind.

Von den gut 7000 Aktien in unserem Universum bestehen nur gut 40 Unternehmen die strengen Auswahlkriterien", sagt Müller. Davon wiederum schaffen es immer nur die 22 attraktivsten in das Portfolio. "Aus diesem Grund ermöglicht unser Produkt Zugang zu Aktien, die in den wenigsten klassischen Produkten zu finden sind. Wir treffen zudem keine Einschränkungen bezüglich Ländern und Sektoren. Die Sektor- und Länderallokation ist ein Ergebnis aus der Einzeltitelauswahl."

Das Konzept des Dividendenfonds vom Harald Quandt Trust überzeugt. Die Konzentration auf 22 Titel und die Gleichgewichtung sind ein Alleinstellungsmerkmal.



Quelle:
fondsweb.de

Fondak: Tradition verpflichtet

fondsweb.de - Fondak: Tradition verpflichtet

(boerse-online) - Das Management des Traditionsfonds hat vor einem Jahr den Schwerpunkt geändert und setzt seitdem vermehrt auf Nebenwerte. Der neue Fokus wirft den Fonds aber nicht aus der Erfolgsspur. Von Jörg Billina

Er hat sich gut geschlagen: Seit Auflage im Jahr 1950 erzielte der Fondak pro Jahr im Schnitt 10,6 Prozent - trotz einer Reihe von Korrekturen an den Aktienmärkten. Die kontinuierlich gute Wertentwicklung bescherte dem Fonds erhebliche Mittelzuflüsse. Thomas Orthen, der seit Jahresanfang den mehrfach ausgezeichneten Traditionsfonds verwaltet, kann über zwei Milliarden Euro in deutsche Aktien anlegen. Die intensive Beobachtung, die dem ältesten Aktienfonds Deutschlands zuteil wird, spornt Orthen an. "Mein Team und ich sind hochmotiviert, die Erfolgsgeschichte des Fonds weiterzuschreiben."

Der Manager hat den grundsätzlichen Charakter des Fonds beibehalten. Um den Fondak fit für die Zukunft zu machen, hat er jedoch ein paar "Adjustierungen" vorgenommen. So misst sich der Fonds nicht mehr ausschließlich am deutschen Leitindex. "Wir wollten kleineren und mittleren Unternehmen ein höheres Gewicht im Portfolio verleihen", erklärt Orthen die Entscheidung für einen neuen Vergleichsmaßstab. Dieser setzt sich aus nur noch 60 Prozent DAX, dafür aber 30 Prozent MDAX und zehn Prozent TecDAX zusammen. "Der Fonds bildet so die deutsche Wirtschaft noch breiter als bislang ab", meint Orthen. Zu den Mid-Cap-Favoriten des Fondak zählen derzeit der Gabelstaplerspezialist Kion und der Kunststoffhersteller Covestro.

IT-Branche stark vertreten

Dagegen findet sich unter den Top-Ten-Aktien kein einziger Automobilhersteller, obwohl die Branche in Deutschlands wichtigstem Börsenbarometer stark vertreten ist. "Wir sehen die deutschen Autobauer insbesondere auf dem Gebiet E-Mobilität derzeit vor enormen Herausforderungen, zu deren Bewältigung hohe Investitionen notwendig sind. Wer zu den Gewinnern zählen wird, lässt sich noch nicht prognostizieren", begründet Orthen die Auto-Abstinenz. Er konzentriert sich stattdessen bislang auf die Zulieferer. Vom Trend der zunehmenden Vernetzung des Automobils dürften etwa Firmen wie Infineon profitieren. Die IT-Branche wiederum hat Orthen im Vergleich zum DAX mit insgesamt 24 Prozent gleich um fast elf Prozentpunkte höher gewichtet.

Die neue Schwerpunktsetzung hat dem Fonds nicht geschadet. Seit Jahresanfang erzielte er ein Plus von 22 Prozent. Damit übertrifft er den Vergleichsindex um rund vier Prozentpunkte. Trotz der bereits guten Entwicklungen in diesem Jahr, erwartet der Manager auch 2018 "Wertsteigerungspotential im Rahmen der Gewinnerwartungen". "Deutschlands Firmenlenker sind insgesamt positiv gestimmt und wollen auch die Anleger angemessen am Gewinn beteiligen", sagt Orthen. Im kommenden Jahr werden Rekordausschüttungen von rund 35 Milliarden Euro erwartet. Auch lägen die Aktienbewertungen nur knapp über den langfristigen Durchschnittswerten. "Die Gefahr, dass sich Blasen bilden, sehen wir momentan nicht", sagt Orthen.



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fondsweb.de

Faktor-ETF von PowerShares: Neues für Value-Fans

fondsweb.de - Faktor-ETF von PowerShares: Neues für Value-Fans

(boerse-online) - Invescos ETF-Tochter erfreut Value-Anleger mit einem Faktor-ETF, der seine 50 Titel je nach Liquidität zwischen 1,5 und 2,5 Prozent gewichtet: dem PowerShares Tradable European Value Factor UCITS ETF. Von Jörn Kränicke

Scheinbar nicht mehr in Mode sind Value-ETFs. Die Volumina der meisten Produkte sind nach wie vor überschaubar. Die Renditen waren es zuletzt auch. 2017 haben sie sich jedoch einigermaßen gut geschlagen. Angesichts der immer lauter werdenden mahnenden Stimmen über hoch bewertete Aktienmärkte sollten Value-ETFs, wie der neue PowerShares Tradable European Value Factor UCITS ETF, ein gutes Investment sein. Die Invesco-Tochter greift für ihre Faktorreihe auf den Solactive Europe Total Market 675 Index zurück.

Für den Powershares Tradable European Value Factor ETF werden dann die 50 Titel ausgewählt, die bei den drei traditionellen Value-Kriterien am besten abschneiden. Die drei sind: Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis und Dividendenrendite. Bei der Gewichtung der Titel spielt im Gegensatz zu den meisten traditionellen Indizes die Marktkapitalisierung keine Rolle. Die Titel werden auf Basis des durchschnittlichen Handelsvolumens der vergangenen drei Monate berechnet. Die 15 Aktien mit dem höchsten Dreimonats-Handelsvolumen erhalten jeweils ein Gewicht von 2,5 Prozent. Die 15 Aktien mit der niedrigsten Umschlagshäufigkeit erhalten jeweils ein Gewicht von 1,5 Prozent und die verbleibenden 20 Aktien ein Gewicht von jeweils zwei Prozent.

Jeden Monat wird der Index rebalanciert. Diese "anderen" Indexregeln führen dazu, dass der ETF im Vergleich etwa zum MSCI Europe Value ganz anders aufgestellt ist, obwohl die Value-Kriterien identisch sind. Die Länder- und Branchengewichtungen weichen sehr stark voneinander ab. Das Portfolio des PowerShares Tradable European Value Factor ist durch seine Begrenzung auf 50 Titel sehr fokussiert und dadurch, dass die Titel relativ gering gewichtet sind, dürfte der Kursverlauf recht schwankungsarm sein.

Die neuen Faktor-ETFs von PowerShares sind aufgrund ihrer Konstruktion mit geringen Aktiengewichtungen interessant.



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fondsweb.de

DWS Top Dividende - Klassenprimus im Schlaraffenland

fondsweb.de - DWS Top Dividende - Klassenprimus im Schlaraffenland

(boerse-online) - Hohe Dividenden und attraktive Wertzuwächse - das ist die Erfolgsbilanz des DWS Top Dividende. Seit Auflegung hat er seinen Anlegern eine Durchschnitts-Performance von 9,75 Prozent p.a. beschert. Zudem sei die Rallye noch nicht zu Ende, wie der Marktausblick 2018 verspricht. Da dürfte einem guten Start ins Neue Jahr nichts im Wege stehen.

Die Aussichten für Dividendenwerte sind so rosig wie lange nicht. In einer aktuellen Studie erwartet beispielsweise der britische Asset-Manager Janus Henderson ein Rekordergebnis für das Kalenderjahr 2017. Im 3. Quartal seien den Berechnungen zufolge die Ausschüttungen weltweit auf 328,1 Milliarden Dollar angestiegen, was einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 14,5 Prozent bedeutet. Das Wachstum basierte einerseits auf kräftigen Dividendenerhöhungen in den USA, Hongkong, Australien und Taiwan, sowie auf "üppigen Sonderdividenden". Aufgrund der starken Ergebnisse im zweiten und dritten Quartal prognostiziert das Haus für das Gesamtjahr eine kumulierte Rekorddividende von 1249 Milliarden Dollar, was um 7,4 Prozent über dem 2016er-Ergebnis liegt.

Und 2018? Erste Indikatoren zeigen, dass der positive Dividendentrend weitergeht. Nach Berechnungen von BÖRSE ONLINE winkt alleine bei den 30 DAX-Unternehmen im nächsten Jahr eine Rekordausschüttung von zusammen mehr als 35 Milliarden Euro. 25 Unternehmen werden demnach ihre Dividende anheben, Fresenius sogar zum 25. Mal in Folge. Bei fünf Unternehmen muss indes mit Kürzungen gerechnet werden. Das macht deutlich, dass es lohnt, die Dividendenkönige herauszupicken. So wie Thomas Schüssler, der seit gut zwölf Jahren mit großem Erfolg den DWS Top Dividende managt.

Der DWS Top Dividende ist der Prototyp des Dividendenfonds - er dürfte von den positiven Vorgaben erheblich profitieren. Die gute Stimmung an den Märkten und die Gewinnentwicklung der Unternehmen in Verbindung mit hohen Dividendenzahlungen bescherten seinen Anleger jüngst eine Rekordausschüttung von 500 Millionen Euro, also 3,20 Euro je Fondsanteil, die ausgekehrt wurden. Andererseits hat der 19,5 Milliarden Euro schwere DWS-Fonds mit seinen globalen Aktieninvestments seit Auflegung im April 2003 eine Durchschnitts-Performance von 9,75 Prozent p.a. geschafft, mit einer Volatilität von knapp über 10 Prozent (per 19.12.2017).

Wer zur Auflegung des Fonds 5000 Euro investiert hat, kann sich inzwischen über ein Vermögen von fast 20.000 Euro freuen, wobei die von Jahr zu Jahr gestiegenen Ausschüttungen mitgerechnet sind. Gleichwohl betont Schüssler regelmäßig, dass er für einen Aktienfonds eine defensive Anlagestrategie verfolgt, sodass sich die Anleger darauf verlassen können, dass der DWS Top Dividende mit weniger Risiko gefahren wird, als an den globalen Aktienmärkten zu erwarten wäre und entsprechend im Anteilswert weniger stark schwankt. Schüssler spricht bei seiner Anlagestrategie gern von Investments mit Hosenträgern und Gürtel, damit so schnell nichts verrutscht.

Grundsätzlich ist indes nicht von der Hand zu weisen, dass der Fonds durch seine Aktieninvestments ein deutlich höheres Risiko eingehen muss, als es beispielsweise mit Anleihepositionen verbunden wäre. Das ist der Preis für die Chance auf Kursgewinne und eben die attraktiven Dividenden. Seine größte Länderposition unterhält Schüssler in den USA mit rund 35 Prozent des Fondsvolumens, die er angesichts der anstehenden Steuerreform sicherlich auch noch eine Zeit lang halten wird. Die nächstgrößeren Positionen sind Deutschland, Schweiz, Japan und Großbritannien.

Konzentration auf Qualitätstitel

Die bevorzugten Branchen sind Hauptverbrauchsgüter, Telekommunikationsdienste, Gesundheitswesen, der Finanzsektor, Versorger sowie IT. Die wesentlichen Kriterien für die Einzeltitelauswahl wiederum sind Bilanzqualität, Managementfähigkeit, Profitabilität und die Wettbewerbsposition der Unternehmen. Diesbezüglich sind derzeit Allianz und Taiwan Semiconductor am höchsten gewichtet, gefolgt von Unilever, NT&T, NextEra, Cisco und Novartis. Die Namen in den Top Ten des Fonds machen wiederum schnell klar, dass der DWS Top Dividende auf Qualitätstitel konzentriert ist - "auf etablierte Unternehmen mit Weltruf und hoher Dividendenrendite", in die Schüssler breit gestreut investiert. Sogenannte MegaCaps, also Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als 10 Milliarden Euro, machen aktuell 86,5 Prozent des Portfolios aus, Anleihen sind mit acht Prozent berücksichtigt, die Cashquote liegt bei geringen 1,6 Prozent.

Die breite Diversifikation zeigt sich auch darin, dass Schüssler durchaus zwischen den genannten Qualitätstiteln einerseits und andererseits "substanzstarken Aktien mit einem hohen Gewinn- und Dividendenwachstum" sowie Unternehmen mit "besonders hohen Wachstumschancen und guter Renditeperspektive" unterscheidet. Das Ziel ist, dass die Fondsanleger sowohl von regelmäßigen Erträgen in Form von Dividenden profitieren als auch von Kursgewinnen. Die Ergebnisse des Fonds bestätigen den Managementansatz eindrucksvoll, die Experten von Börse online bewerten ihn deshalb mit FondsNote 2. Daran kratzt auch das inzwischen erreichte Fondsvermögen von fast 20 Milliarden Euro nicht.

Fondsmanager Schüssler beteuert, mit der Größe des Fonds keine Probleme zu haben. Zwar seien Engagements in kleineren Unternehmen nur schwer möglich, worauf er schon seit längerem hinweist, allerdings seien das in der Regel auch nicht die herausragenden Dividendenzahler. Die finden sich eher unter den MegaCaps, die überdies eine höhere Liquidität bieten und somit bei Bedarf leichter ausgetauscht werden können. Dank der Fondsgröße habe er zudem die Möglichkeit, mehr Analysekapazitäten einzusetzen, um aussichtsreiche Aktien ausfindig zu machen. Zugleich sei der Anlagehorizont sehr langfristig orientiert, weshalb kurzfristige Strategiewechsel oder Umschichtungen eher die Ausnahme darstellen. Die Umschlagshäufigkeit der Fondspositionen liegt bei verhältnismäßig niedrigen 20 Prozent im Jahr.

Neben den Renditechancen und den regelmäßigen Ausschüttungen ist es insbesondere die defensive Anlageausrichtung, die den DWS Top Dividende bei Anlegern so beliebt macht. Es ist der Verlustpuffer, der mit dividendenstarken Aktien bei Schwächephasen an den Börsen verbunden ist - sie sind weniger volatil und geben in der Regel weniger nach als der breite Markt. In Haussephasen zählt der Fonds wohl kaum zu den Highflyern, sondern läuft steigenden Märkten eher hinterher. In volatilen Seitwärts- oder Baissemärkten hingegen entwickelt er sich regelmäßig besser als die Konkurrenz. "Unser Ziel ist es, über einen kompletten Marktzyklus hinweg eine hohe einstellige Jahresrendite mit einem niedrigeren Risiko als der Gesamtmarkt zu erzielen", beschreibt Schüssler.

"Die Rallye ist noch nicht zu Ende"

Der Marktausblick der DWS-Experten stimmt recht zuversichtlich. "Die Rallye ist noch nicht zu Ende", sagt Stefan Kreuzkamp, der Chefanlagestratege des Hauses. Zwar sei man im Zyklus schon sehr weit fortgeschritten, dennoch dürfte sich die gute Entwicklung der Aktienmärkte und auch der Weltwirtschaft insgesamt fortsetzen: "Wir erwarten das neunte Jahr des Aufschwungs." Insbesondere die positiven Konjunkturaussichten bestimmen das Bild. "Selten haben sich in der jüngeren Geschichte so wenige Länder in einer Rezession befunden wie in diesem Jahr", sagt Kreuzkamp.

"Erstmals seit zehn Jahren dürften 2017 die Unternehmensgewinne in den USA, Europa, den Schwellenländern, Japan und China gleichzeitig zweistellig wachsen." Die Aktienkurse sollten entsprechend folgen. Die wesentlichen Impulse erwarten die Experten auch 2018 vom Technologiesektor sowie in den Schwellenländern, Japan und Europa. Daneben könnte der Finanzsektor der zweite starke Sektor im Jahr 2018 werden, so die Einschätzung, die auch dem DWS Top Dividende Potenzial verleiht.

Gleichwohl gibt es Unwägbarkeiten wie politische Spannungen, ein etwaiges Aufflammen der Inflation oder mögliche unerwartete Aktionen der Zentralbanken. Für die DWS-Manager gilt daher als ausgemacht, "konstruktiv, aber wachsam in das neue Jahr zu gehen".

Die laufenden jährlichen Kosten des DWS Top Dividende (DE0009848119) liegen bei 1,45 Prozent, der maximale Ausgabeaufschlag beträgt 5,0 Prozent, ein Erfolgshonorar wird nicht erhoben. Die Erträge des Note-2-Fonds werden regelmäßig ausgeschüttet.



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fondsweb.de

Ve-Ri Listed Real Estate: Glasdächer statt Glaskugeln

fondsweb.de - Ve-Ri Listed Real Estate: Glasdächer statt Glaskugeln

(boerse-online) - Der Fonds für Immobilienaktien folgt dem systematischen Analyseansatz des Investmenthauses Veritas. Prognosen zu Konjunktur- und Börsenentwicklung bleiben außen vor. Mit Erfolg. Von Jens Castner

Bläht sich in Deutschland eine Immobilienblase auf? Wird die Zinswende in Europa - so sie denn kommt - die Margen der Bestandshalter von Wohnungen zusammenschmelzen lassen? Werden Einkaufszentren veröden, wenn sich der Trend zum Onlineshopping fortsetzt?

Fragen, die sich Christian Riemann, der Fondsmanager des Ve-Ri Listed Real Estate, zwar nicht direkt stellt, die er aber dennoch indirekt beantwortet. Die Frankfurter Fondsboutique Veritas Investment hat ihren Ansatz im Jahr 2013 radikal umgestellt. "Prognosefrei" lautet seitdem die Maxime. Die Auswahl der einzelnen Investments erfolgt nach dem hauseigenen, rein systematischen Veritas-Investmentprozess. Im Detail geht es darum, anhand bewährter Parameter liquide, unterbewertete Qualitätstitel zu identifizieren und Aktien mit unbotmäßig hohen Verlustrisiken auszuschließen.

Weder volkswirtschaftliche Vorhersagen noch Riemanns persönliche Meinung zum Gesamtmarkt spielen eine Rolle. Regionale Schwerpunkte ergeben sich aus der Zusammensetzung der aussichtsreichsten Einzeltitel, die allesamt gleich gewichtet werden. Einzige Einschränkung: Kein Land darf mit mehr als 30 Prozent gewichtet sein. Glaubt man dem Ergebnis der Veritas-Systematik, kann für Deutschland Entwarnung gegeben werden. Mit Deutsche Euroshop, Deutsche Wohnen, LEG Immobilien, TAG Immobilien und Vonovia stammen allein fünf der 30 Aktien im Fonds aus DAX und MDAX, was etwa 16 Prozent des Portfolios entspricht. Nur Australien ist mit rund 25 Prozent noch stärker gewichtet. Das spricht nicht für eine Blase, die kurz vor dem Platzen steht, sondern eher dafür, dass deutsche Immobilienaktien im internationalen Vergleich günstig bewertet sind und entsprechendes Nachholpotenzial haben - Zinswende hin oder her.

Insgesamt bietet der Fonds eine breite Diversifikation innerhalb der Branche: Sowohl Wohn- als auch jede Art von Gewerbeimmobilien und vor allem die im angelsächsischen Raum wegen ihrer hohen Ausschüttungen beliebten REITs (Real Estate Investment Trusts) sind im Portfolio enthalten. Auch hier gilt (völlig prognosefrei): Wären Shoppingcenter vom Aussterben bedroht, würden sich Werte wie die französische Unibail-Rodamco, die europaweit solche Zentren betreibt, eher nicht im Portfolio befinden.

Trotz aller systemimmanenten Sicherheitsnetze sollte der Ve-Ri Listed Real Estate nicht als Ersatz für Offene Immobilienfonds missverstanden werden. Er ist und bleibt ein Aktienfonds, auch wenn sich die Kursschwankungen weiterhin deutlich unter denen des Gesamtmarkts halten dürften. Dafür liegt die Rendite auch deutlich über der von Offenen Immobilienfonds. Knapp acht Prozent waren es in den zurückliegenden zwölf Monaten, knapp 40 Prozent seit der Strategieumstellung im Herbst 2013.



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fondsweb.de

Credit Suisse Digital Health Fund: Die digitalisierte Gesundheit

fondsweb.de - Credit Suisse Digital Health Fund: Die digitalisierte Gesundheit

(boerse-online) - Der Fonds setzt auf Titel, die sich auf Forschung und Entwicklung, innovative Behandlungen und verbesserte Effizienz im Gesundheitswesen spezialisiert haben. Von Jörn Kränicke

Der technologische Fortschritt wirbelt viele Branchen durcheinander. "Auch die Medizin bleibt von der digitalen Revolution nicht unberührt. Im Gegenteil, die Methoden und Werkzeuge der Digitalisierung finden im Gesundheitswesen besonders fruchtbaren Boden. Zum einen zeichnen sich viele aktuelle Forschungsgebiete der Medizin durch eine extrem hohe Datendichte aus - man denke beispielsweise an die Gensequenzierung oder gar die genetische Analyse ganzer Bevölkerungsgruppen", sagt Thomas Amrein. Er managt den neuen Credit Suisse Digital Health Fund.

Die Unterstützung durch künstliche Intelligenz könne solche Arbeiten beflügeln. "Bestehende Verfahren können mit digitalen Systemen zum anderen präziser, schneller und mit weniger Nebenwirkungen angewandt werden - Stichwort Roboter im Operationssaal", sagt Amrein. Der Credit-Suisse-Experte sieht darin auch die Lösung für Probleme, die mit der steigenden Komplexität der Medizin oder der demografischen Alterung, die die Gesundheitskosten stetig erhöhen, einhergehen. "Eine Effizienzsteigerung, welche durch die digitale Prozessoptimierung erreicht wird, schafft auch hier Abhilfe. Diese Konstellation macht Digital Health zu einem echten Wachstumsmarkt", sagt Amrein. Zumal die Digitalisierung des Gesundheitswesens erst am Anfang stehe.

"Jetzt sind die Voraussetzungen für einen Entwicklungssprung aber gegeben. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass es uns gelungen ist, ein breit aufgestelltes Portfolio mit Titeln von Firmen, die mindestens die Hälfte ihres Umsatzes im Bereich Digital Health erwirtschaften, zu konstruieren", erklärt der Gesundheitsexperte. Amrein investiert mit seinem Fonds in die drei Teilbereiche Forschung und Entwicklung, innovative Behandlungen und verbesserte Effizienz. In diesen Teilbereichen wird ein Wachstum von 15 Prozent pro Jahr erwartet. "Damit zählt der Digital-Health-Bereich zu den am stärksten wachsenden Segmenten innerhalb des Gesundheitswesens", resümiert Amrein.

Die Branche ist auf alle Fälle sehr interessant. Allerdings ist der Fonds nichts für schwache Nerven. Er dürfte volatil sein.



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fondsweb.de

Die S & P-500-Alternative von Powershares

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(boerse-online) - Der S & P 500 wurde zuletzt vor allem von den Techaktien getrieben. Dividenden- und wenig volatile-Aktien bleiben hingegen zurück. Daher ist der Powershares S & P 500 High Dividend Low Volatility UCITS ETF nun aussichtsreich. Von Jörn Kränicke

Scheinbar strebt der US-Markt unaufhaltsam nach oben. Wenn man allerdings näher hinschaut, sind es nur einige wenige Aktien die den Markt treiben. Insbesondere die FANG-Titel (Facebook, Amazon, Netflix und Google) haben den S & P 500 Index nach oben getrieben. "Denn auf globaler Ebene haben aktive Fondsmanager eine Übergewichtung von 64 Prozent. Das ist in Anbetracht der Tatsache, dass diese Unternehmen zu den Titeln mit den absolut höchsten Bewertungen am Aktienmarkt zählen, ein bemerkenswertes Ausmaß", sagt Lars Skovgaard Andersen, Senior Investmentstratege bei der Danske Bank.

Damit spiele das Einzeltitelrisiko im Technologiesektor eine große Rolle. "Wenn eines dieser Unternehmen negative Schlagzeilen macht, kann das eine Schockwelle im gesamten Sektor auslösen", warnt Skovgaard Andersen. Eine gute Möglichkeit, den hoch bewerteten FANG-Aktien aus dem Weg zu gehen, ist der Powershares S & P 500 High Dividend Low Volatility. Die Invesco-Tochter gehört zu den Pionieren bei Smart-Beta-ETFs und verbindet bei dem S & P-500-Derivat zwei der beliebtesten und erfolgreichsten Faktoren - Dividenden und geringe Volatilität. Bei der Aktienauswahl werden zunächst alle Titel des S & P 500 Index anhand ihrer Dividendenrendite der letzten zwölf Monate sortiert.

Anschließend werden die 75 Titel mit der höchsten Dividendenrendite ausgewählt, wobei die Anzahl je Branche auf zehn begrenzt ist. Im letzten Schritt werden die 50 Aktien mit der niedrigsten Volatilität selektiert und entsprechend ihrer Dividendenrendite gewichtet. Dabei ist die Maximalgewichtung pro Aktie auf drei und pro Branche auf 25 Prozent begrenzt. Durch die Kombination von zwei Faktoren soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Dividendenrendite und Vola erzielt werden.

Mit dem Powershares ETF bekommt man einen sehr interessanten Branchenmix, der langfristig viel Ertrag verspricht.





Quelle:
fondsweb.de