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Top-Performer im Anflug

fondsweb.de - Top-Performer im Anflug

(boerse-online) - Fonds im Rückblick: Vor einem Jahr stellten wir den Peacock European Best Value Fonds AMI vor. Marc Siebel zeigt mit dem Fonds sein ganzes Können. Vom Start weg gehörte der Fonds zu den besten seiner Kategorie. Von Jörn Kränicke

Toll eingeschlagen hat der vor einem Jahr aufgelegte Peacock European Best Value Fonds AMI. Rund 40 Prozent hat er in den vergangenen zwölf Monaten zugelegt. Das ist deutlich mehr, als die europäischen Small-Cap-Indizes abgeliefert haben.

Der streng fundamental ausgerichtete Investmentstil hat sich ausgezahlt. "Wir schauen genauer hin bei Nischenunternehmen mit Sondersituationen und vor allem starken Unterbewertungen. Da wir unterjährig den Fonds neu adjustieren und neue sehr günstige Unternehmen aufnehmen, entsteht hier mehr Kurspotenzial als bei anderen Fonds", kommentiert Siebel. Der Düsseldorfer geht davon aus, dass seine Outperformance nachhaltig ist. "Mein persönlicher Track Record reicht bis 2005 zurück. Nach Kosten konnte ich 13 Prozent pro Jahr liefern. Wichtig ist es, systematisch nach Unterbewertungen zu screenen.

Modethemen hinterherzulaufen und auf Sektoren zu wetten, wie aktuell auf Techwerte, kann böse enden", sagt der Experte. Denn Sektorkorrekturen kämen zu schnell, um reagieren zu können. Zudem betont er, wie wichtig es gerade derzeit ist, die Heimatbrille abzusetzen, die gerade viele Nebenwertemanager aufhaben. "Deutsche Nebenwerte sind teuer. TecDAX, SDAX und MDAX notieren bei stolzen KGVs von 30, 22 und 18. Das ist historisch angesichts aktuell hoher Margen viel zu viel. Deshalb ist unser europäischer Ansatz von Vorteil. Wir finden in anderen Regionen deutlich günstigere Aktien gleicher Güte", sagt Siebel. Daher weist laut dem Experten, der Peacock-Fonds eine dauerhafte "margin of safety" auf. "Aktuell liegt das KGV bei nur elf. Bei uns steht die Bewertung immer im Fokus. Egal wann in den letzten 15 Jahren, mit unserem Investmentprozess fanden wir in Europa stets günstige Werte. Man muss nur systematisch danach suchen und den Mainstream auf Indexebene verlassen", sagt Siebel.

Der Peacock European Best Value Fonds AMI investiert in 50 bis 60 Titel. Die Top Ten machen rund 15 Prozent aus. Die größte Position hat nur 1,7 Prozent Gewicht. Siebel will den Fonds nicht zu groß werden lassen und daher rechtzeitig ein Softclose durchführen.

Fazit: Der Fonds läuft super. Zudem überzeugt das Konzept des Fonds auf ganzer Linie.

Quelle:
fondsweb.de

Der richtige Index für europäische Aktien

fondsweb.de - Der richtige Index für europäische Aktien

(boerse-online) - UBS ETF (LU) MSCI EMU UCITS ETF (EUR) A-dis: Wer möglichst breit in den Euro-Aktienmarkt investieren will, greift am besten zum MSCI EMU. Er deckt den Markt viel besser ab als der Euro Stoxx 50 und bietet eine höhere Performance. Von Jörn Kränicke

Auch bei passiven Investments ist es ratsam, sich mit der Materie zu beschäftigen und sich die Unterschiede in der Konstruktion der verschiedenen Indizes anzuschauen.

Ein gutes Beispiel sind etwa die Indizes auf Euro-Aktien. Am geläufigsten ist der Euro Stoxx 50. Allerdings ist er im Vergleich zum MSCI EMU die schlechtere Wahl. Denn die MSCI-Indizes bilden den Markt viel breiter ab und enthalten auch Mid Caps. Daher decken die Standard-MSCI-Indizes stets etwa 85 Prozent der Marktkapitalisierung der entsprechenden Märkte ab.

Der Euro Stoxx 50 ist indes nur ein Large-Cap-Index. Daher bildet er inzwischen nur mehr schlecht als recht den Gesamtmarkt der Eurozone ab. Die Marktabdeckung des Euro Stoxx 50 hat stetig abgenommen. "Im Jahr 1999 lag sie noch bei 73 Prozent des MSCI EMU, im Jahr 2017 aber nur noch bei 54 Prozent", weiß Pawel Janus, Head Passive Research bei der Schweizer UBS. Laut dem Experten ist der Euro Stoxx heute weniger repräsentativ, was am zunehmenden Gewicht der Mid-Cap-Aktien liegt. "Zum Beispiel hatte im Jahr 1999 ein Unternehmen, das bei der Marktkapitalisierung nicht unter den 50 größten Titeln im MSCI EMU rangierte, einen Wert von durchschnittlich 3,4 Milliarden - bis 2017 hat sich dieser Wert auf 7,7 Milliarden mehr als verdoppelt. Im selben Zeitraum ist die Marktkapitalisierung des größten Unternehmens gerade einmal um 14 Prozent gestiegen, die des Titels auf Platz 50 nur um neun Prozent", hat Janus ausgerechnet. Darüber hinaus geht er davon aus, dass das Gewicht der 50 größten Aktien mit der Zeit abnehmen wird, da ihr Anteil an der Gesamtzahl der börsennotierten Unternehmen zurückgeht.

Zudem sind im MSCI EMU deutlich mehr Länder enthalten, da Titel etwa aus Belgien, Österreich oder Finnland nicht zu den 50 größten gehören.

Fazit: Wer auf Euro-Aktien setzen möchte, sollte besser den MSCI EMU wählen. Dadurch, dass auch Mid Caps enthalten sind, performt er auch besser.

Quelle:
fondsweb.de

Neue FondsNoten

fondsweb.de - Neue FondsNoten

(boerse-online) - Der Nordea European Value verbessert sich auf FondsNote 2, dagegen büßt der Acatis Aktien Global UI auf FondsNote 4 ein. Von Ralf Ferken

Aufsteiger

Europa ist bei Anlegern wieder in. Das hat viel mit Emmanuel Macron zu tun, den die Franzosen im Mai 2017 zu ihrem neuen Präsidenten gewählt haben. Auch Tom Stubbe Olsen hofft auf Macron. "Frankreich sollte für kräftige Impulse sorgen, das Land fiel ja bislang als Wachstumstreiber für Europa aus", sagt der Fondsmanager des Nordea European Value Fund. "Bringt Staatspräsident Macron seine Arbeitsmarktreformen auf den Weg, werden Frankreich und Euroland profitieren."

Auch beim Nordea European Value Fund ging es zuletzt aufwärts, sodass Euro fondsxpress ihn auf FondsNote 2 hochstufte. Stubbe Olsen kauft am liebsten Titel, die 40 Prozent unter ihrem inneren Wert notieren. Dies sei in jüngerer Zeit aber schwieriger geworden, betont er. "Leichter ist es, Aktien mit einem Sicherheitsabschlag von 30 oder nur 20 Prozent zu ihrem inneren Wert zu finden", erklärt er. Aus Mangel an guten Gelegenheiten hat er die Cashquote deshalb auf 18 Prozent hochgefahren. Eine Strategie, auf die etliche Value-Manager setzen. Auch Investorlegende Warren Buffett hält so lange Cash vor, bis er eine günstige Kaufchance wittert.

Absteiger

Acatis-Chef Hendrik Leber zählt ebenfalls zu den Buffett-Anhängern - und hat schon selbst den Status als Value-Veteranen erreicht. Seit 20 Jahren managt Leber bereits den Acatis Aktien Global UI, dessen langfristige Bilanz exzellent ist. In den vergangenen 20 Jahren legte der globale Fonds um 454 Prozent zu. Nur der Carmignac Investissement war in dieser Zeit erfolgreicher. Allerdings schwächelte der Acatis Aktien Global UI in jüngerer Zeit, sodass er auf FondsNote 4 heruntergestuft wurde.

Erstmals bewertet

Auf Anhieb mit FondsNote 1 bewertet Euro fondsxpress den Pimco GIS Income $ Fund - und dies mit dem besten Rendite-Risiko-Profil aller US-Rentenfonds. Auch die Euro-gesicherte Tranche des Fonds erreichte auf Anhieb Note 1. Verantwortlich für den Fonds sind Pimco-CIO Daniel J. Ivascyn und Alfred Murata, die sehr flexibel in alle Bereiche des Bondmarkts investieren können. Mindestens 50 Prozent halten sie in Anleihen mit guter Bonität, die das Portfolio stabilisieren sollen und bei einer schwächeren Wirtschaft gut laufen.

Zudem halten sie risikoreichere Titel, die vom Wachstum der Wirtschaft profitieren sollten. Darunter etwa Hochzins- und Schwellenländeranleihen sowie US-amerikanische Hypothekenpapiere ohne Staatsgarantie, sogenannte Non-Agengy MBS.

Bei Anlegern kommt diese Strategie an. Der Pimco GIS Income Fund ist zum neuen Flaggschiff der US-Fondsgesellschaft aufgestiegen ist. Allein in Europa verwalten Ivascyn und Murata darin rund 39 Milliarden Euro.

Quelle:
fondsweb.de

So gut ist der DWS Deutschland-Fonds

fondsweb.de - So gut ist der DWS Deutschland-Fonds

(boerse-online) - Seit 15 Jahren steht Tim Albrecht schon am Ruder des DWS Deutschland - und hat aus dem einstigen Problemkind einen Flaggschifffonds des Hauses Deutsche Asset Management gemacht. Seit Auflegung kommt der Fonds inzwischen auf einen Wertzuwachs von 750 Prozent, was pro Jahr einen durchschnittlichen Anstieg von 9,42 Prozent bedeutet. Tim Albrecht wiederum zeigt sich auch für die Zukunft zuversichtlich. Von Ronny Kohl

"Deutschland wird auf absehbare Zeit das ökonomische Kraftzentrum Europas bleiben", sagt Prof. Bert Rürup, der Präsident des Handelsblatt Research Institutes. Er konstatiert eine der längsten Aufschwungsphasen in der Nachkriegsgeschichte und prognostiziert für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent. 2018 traut er der deutschen Wirtschaft sogar ein Wachstum von 2,4 Prozent zu. Eine perfekte Ausgangssituation für deutsche Aktien.

Das sieht auch Tim Albrecht so. "Wir leben momentan in der besten aller Welten", sagt der Chef für Aktien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) bei der Deutschen Asset Management. "Die Wirtschaft kommt mehr und mehr in Schwung, die Zinsen sind niedrig und viele Stimmungsindikatoren notieren auf Höchstständen." Albrecht managt den DWS Deutschland, einen 6,8 Milliarden Euro schweren Flaggschifffonds des Hauses. Daneben ist er seit dem Weggang von Henning Gebhardt auch für den DWS Aktien Strategie Deutschland und den DWS Investa verantwortlich. Insgesamt verwaltet er für DWS-Kunden somit rund 14 Milliarden Euro in deutschen Aktien.

Von der Ausrichtung her ist der DWS Aktien Strategie Deutschland der offensivste der drei Deutschland-Fonds. Bei ihm stehen Wachstumstitel im Vordergrund, wobei Albrecht mit 40 Prozent am stärksten in kleine und mittelgroße Unternehmen - sogenannte Nebenwerte - investiert. Der DWS Investa ist demgegenüber der Fonds, der am stärksten am DAX ausgerichtet ist. Er enthält nach Auskunft des Fondsmanagers kaum Nebenwerte, hingegen kauft er gelegentlich europäische Standardwerte hinzu. Mit dem DWS Deutschland wiederum geht Albrecht flexibel sowohl in Value- als auch in Wachstumsaktien und mischt bis zu einem gewissen Maße Small und Mid Caps bei. Ende Juni 2017 machten sogenannte Mega Caps mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 10 Milliarden Euro rund zwei Drittel des Fondsvermögens aus. Mid Caps waren mit 15,6 und Small Caps mit 1,6 Prozent vertreten. Mit einer Aktienquote von mehr als 95 Prozent ist er insgesamt nahezu voll investiert, was auf Albrechts überaus optimistische Einstellung hinweist.

"Konjunkturlokomotive" Deutschland

In diesem Jahr hält Tim Albrecht für deutsche Unternehmen Gewinnsteigerungen von im Durchschnitt zweistelliger Höhe für möglich - erstmals seit geraumer Zeit. Beim Deutschen Aktienindex DAX kann er sich noch einen Anstieg von derzeit 12.450 auf 13.500 bis 14.000 Punkte vorstellen und das Chancen-Risiko-Profil für deutsche Aktien bezeichnet er als "hervorragend". Gute Gründe also, der Zinsfalle mit erstklassigen Aktieninvestments zu entweichen und für ein mehr an Renditechancen ein wenig mehr Anlagerisiko zuzulassen. Albrecht zumindest sieht es aktuell als größtes Risiko eines Anlegers, die sich bietenden Chancen außer Acht zu lassen.

"Nach Jahren ohne wirtschaftliche Dynamik hat Deutschland wieder die Rolle der Konjunkturlokomotive übernommen", stellt Albrecht fest. Die deutsche Wirtschaftsmaschinerie sei in der ersten Dekade des Jahrtausends generalüberholt und fit gemacht worden, weshalb sie heute mit einer hohen Wettbewerbsfähigkeit überzeuge, "mit innovativen Produkten, günstigen Arbeitskosten, effizienten Gütermärkten, einer guten Infrastruktur und einem hohen Bildungsniveau". Die Unternehmen seien in sehr guter Verfassung und könnten auch wirtschaftlich schwierige Phasen ohne größere Schäden überstehen. Neben dem Inlandskonsum, der zurzeit die Konjunktur antreibt sieht er auch im Export ein starkes Standbein, das der deutschen Wirtschaft erhalten bleibe. "Made in Germany ist im Ausland beliebt und begehrt - sowohl in den großen Industrienationen der Welt als auch in den wachstumsstarken Schwellenländern."

Der Optimismus, den er ausstrahlt, gründe indes nicht allein darauf, dass er Aktienfondsmanager sei, wie Albrecht betont. Der Grund liege vielmehr darin, dass Aktien seiner Überzeugung nach langfristig das größte Renditepotenzial hätten. Er selbst hat seine ersten Aktien schon als Schüler gekauft - und entsprechendes Lehrgeld gezahlt. Gleichwohl habe ihn das nie von neuen Investments abgehalten. Wer hingegen mit den erhöhten Kursschwankungen bei Aktien nicht klarkommt, sollte gegebenenfalls über risikoärmere Investments nachdenken. Oder Sparpläne nutzen, die langfristig ebenfalls dem Vermögensaufbau dienlich sind und kurzfristig das Risiko verringern, zum falschen Zeitpunkt einzusteigen. Der DWS Deutschland ist ein viel genutzter Sparplan-Fonds.

So investiert Albrecht

Das Anlageuniversum des DWS Deutschland ist der CDAX, der rund 450 Aktien enthält. Daraus sucht Fondsmanager Albrecht die Titel aus, von denen er sich das größte Potenzial verspricht. "Entscheidend ist dafür in jedem Fall die fundamentale Qualität eines Unternehmens, das Geschäftsmodell und wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die überzeugen müssen." Überdies achtet er auf die Cashflow-Generierung, die Bilanzqualität und die Ausschüttungsquote.

Von der Branchengewichtung her ist der Fonds derzeit vor allem in Unternehmen aus den Bereichen Industrie, IT und Telekommunikationsdienste, dauerhafte Konsumgüter, dem Finanzsektor, Grundstoffen und dem Gesundheitsbereich investiert. Allerdings betont der Fondsmanager auch, keine Branchenentscheidungen zu tätigen, sondern immer jedes einzelne Unternehmen separat anzuschauen. Die größten Einzelpositionen sind Siemens, SAP und Allianz sowie Daimler und Deutsche Post.

15 Jahre DWS Deutschland

Tim Albrecht hat soeben mit dem DWS Deutschland sein 15-jähriges Jubiläum gefeiert. Übernommen hat er ihn im Juli 2002 gewissermaßen als Sanierungsfall, der nach dem Zusammenbruch des Neuen Markts unter die Räder gekommen war. Davon ist heute nichts mehr zu sehen, denn der DWS Deutschland hat seit Auflegung im Oktober 1993 inzwischen rund 750 Prozent an Wert zugelegt. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Performance von 9,42 Prozent, eine Leistung, für die er mit Euro-Fonds-Note 2 ausgezeichnet ist.

Die laufenden jährlichen Kosten (TER) des DWS Deutschland (ISIN: DE0008490962) liegen bei 1,4 Prozent, der maximale Ausgabeaufschlag beträgt 5,0 Prozent, ein Erfolgshonorar wird nicht erhoben. Die Erträge des Note-2-Fonds werden regelmäßig wieder angelegt und nicht ausgeschüttet (Ertragsthesaurierung).

Quelle:
fondsweb.de

Trendthema: Wie Anleger die richtigen ETFs finden

fondsweb.de - Trendthema: Wie Anleger die richtigen ETFs finden

(boerse-online) - Immer mehr Privatanleger interessieren sich für ETFs. Wir erklären, was die Indexfonds können und worauf es bei der ETF-Auswahl ankommt. Die besten ETFs für Einsteiger und Profis. Von Ralf Ferken und Lucas Vogel

Gibt es darauf auch einen ETF? Sind ETFs da nicht günstiger? Diese und ähnliche Fragen erreichen die Redaktion immer häufiger. Auch viele Bankkunden löchern ihre Berater vermehrt mit solchen Fragen. Es scheint, als sei das Thema ETFs inzwischen auch bei Privatanlegern angekommen.

Hinter dem Akronym ETF verbergen sich zwei Aspekte. Zunächst der englische Begriff "Exchange Traded Fund". Oder auf Deutsch: börsengehandelter Fonds. Während des täglichen Börsenhandels in Frankfurt, Hamburg oder Stuttgart können Anleger deshalb fortlaufend ETFs kaufen oder verkaufen - genauso wie zum Beispiel die Aktien von BASF oder Daimler. Einzige Voraussetzung: Anleger benötigen ein Depot bei einer Bank, Sparkasse oder Onlinebank.

Mittlerweile werden die meisten klassischen Fonds aber ebenfalls an der Börse gehandelt. Entscheidend ist bei ETFs daher etwas anderes. ETF ist ein Synonym für Indexfonds. Also für einen Fonds, der Indizes wie den DAX oder den S&P 500 eins zu eins abbildet. Damit unterscheiden sich ETFs von Fonds, deren Manager besser abschneiden wollen als diese Indizes - und das oft nicht schaffen. Wer sich nicht um die Auswahl der besten Fonds kümmern will, kann daher bequem in ETFs investieren.

Kostenfaktor

Großer Vorteil der ETFs: Sie sind günstiger als aktiv gemanagte Fonds, was sich auf längere Sicht in einer höheren Wertentwicklung niederschlägt. Das fängt beim Kauf an. Wer in der Filiale einer Bank oder Sparkasse einen Fonds erwirbt, muss dafür meist einen Ausgabeaufschlag zahlen. Bei Aktienfonds sind dies oft fünf Prozent, bei Rentenfonds drei. Das heißt: Man legt zum Beispiel nicht die geplanten 10 000 Euro an, sondern nur 9500 oder 9700 Euro. Bei ETFs entfällt der Ausgabeaufschlag. Dort legt man 10 000 Euro an.

Dieser Startnachteil fällt auf Dauer ins Gewicht. Bei sieben Prozent Rendite würden aus 10 000 Euro innerhalb von zehn Jahren 19 672 Euro. Beim Startkapital von 9500 käme man nur auf 18 688 Euro - oder 984 Euro weniger.

Genauso wirkt dieser Effekt auch bei den laufenden Kosten, die jährlich vom ETF- oder Fondsvermögen abgezogen werden. Bei deutschen Aktienfonds betragen diese häufig zwischen 1,40 und 1,90 Prozent, bei entsprechenden ETFs zwischen 0,08 und 0,31 Prozent. Der Kostenvorteil der ETFs beträgt also rund 1,5 Prozent. Oder anders gesagt: Ein Fondsmanager muss jedes Jahr 1,5 Prozentpunkte gegenüber dem ETF wettmachen, nur um genauso gut abzuschneiden wie dieser. Das ist nicht unmöglich, auf Dauer aber anspruchsvoll.

Breit streuen

Viele Anleger kennen die Kostenvorteile von ETFs mittlerweile. Sie stellen deshalb gezieltere Fragen: Ist der S&P 500 oder der MSCI USA bei US-Aktien der bessere Index? Oder: Welche ETFs sind eigentlich optimal für deutsche Aktien?

Am Ende läuft es für die meisten Anleger auf zwei Fragen heraus: Welche ETFs soll ich kaufen? Und wie baue ich daraus ein langfristig taugliches Portfolio? Diese Fragen sind durchaus relevant. Denn so einfach ETFs auch zu verstehen sind - mittlerweile können Anleger in Deutschland über 1000 ETFs kaufen -, stellt sich schon die Frage, wofür man sich entscheiden soll.

Die gute Nachricht: Bereits mit zwei ETFs können Anleger ein breit gestreutes Portfolio bauen. Etwa mit einem ETF für globale Aktien und einem ETF für Euro-Anleihen. Die Aktien sorgen in diesem Fall für die Rendite, die Anleihen für die Sicherheit.

Von einem Sammelsurium an ETFs ist dagegen abzuraten. Etwa indem man in Aktien aus Pakistan und Vietnam investiert und dazu noch chinesische Staatsanleihen beimischt - möglich wäre dies mit ETFs ohne Weiteres. Ebenso sollten Anleger die Finger von gehebelten ETFs lassen. Damit sind ETFs gemeint, die etwa die täglichen Bewegungen des DAX um den Faktor zwei vergrößern - also verdoppeln. Steigt der DAX um ein Prozent, steigen entsprechende ETFs um zwei Prozent. Umgekehrt gilt dies aber auch, falls der DAX um ein Prozent fällt. Für eine langfristige Kapitalanlage sind derartige Produkte untauglich.

Selbst der DAX ist kein idealer Index. Er enthält lediglich 30 Einzelwerte, wovon allein 56 Prozent des Indexgewichts auf die sieben größten Werte Allianz, BASF, Bayer, Daimler, Deutsche Telekom, SAP und Siemens entfallen. Diese Unwucht sollten Anleger vermeiden. Etwa, indem sie regional breiter streuen. So enthält beispielsweise der Stoxx Europe 600 Index 600 europäische Aktien, wovon 13 Prozent auf die sieben größten Werte British American Tobacco, HSBC, Nestlé, Novartis, Roche, Siemens und Total entfallen. Beim MSCI World Index kommen die sieben größten Werte Alphabet (Google), Amazon, Apple, ExxonMobil, Facebook, Johnson & Johnson und Microsoft sogar nur auf neun Prozent. Zudem enthält der globale Index für 23 Industrieländer mehr als 1600 Werte.

Wer zusätzlich in Schwellenländer wie China, Indien, Mexiko oder Südkorea investieren möchte, findet entsprechende ETFs auf den MSCI Emerging Markets Index. Alternativ bietet sich der MSCI ACWI Index an, der Aktien aus 23 Industrie- sowie 23 Schwellenländern enthält. Gemäß ihrem Börsenwert entfallen dort rund 91 Prozent auf die Industrie- und neun Prozent auf die Schwellenländer.

ETF-Auswahl

Bei Anleihen können Anleger mit Aggregate-Bond-Indizes ebenfalls breit streuen. Diese enthalten überwiegend Staatsanleihen und mischen Unternehmensanleihen bei, die jeweils eine gute Bonität aufweisen oder ein Investment-Grade-Rating, wie es im Fachjargon heißt.

Beim Euro Aggregate Bond Index entfallen zum Beispiel rund drei Viertel auf Anleihen von Staaten und staatsnahen Emittenten sowie ein Viertel auf Unternehmensanleihen und Pfandbriefe. Die Anleihen notieren jeweils in Euro, sodass Anleger hier kein Wechselkursrisiko eingehen. Wahlweise können Anleger auch in einen Global Aggregate Bond Index investieren. Dieser enthält Anleihen aus den USA, Japan und Europa. Zwar gehen Anleger hier ein Währungsrisiko ein. X-trackers (bislang db x-trackers) bietet aber eine Tranche an, die das Währungsrisiko für Anleger aus dem Euroraum absichert.

Schließlich kommt es zur konkreten Auswahl der ETFs. Hier zählt vor allem, ob die Zinsen und Dividenden ausgeschüttet oder wieder reinvestiert (thesauriert) werden sollen. Langfristig ist der Zinseszinseffekt bei den thesaurierenden ETFs vorteilhafter. Allerdings litten thesaurierende ETFs mit ausländischer ISIN - beispielsweise wenn die ISIN mit FR, IE oder LU beginnt - bislang unter einem steuerlichen Mehraufwand. Dieser entfällt jedoch ab 1. Januar 2018.

Die Diskussion um ETFs, die Indizes indirekt mit Derivaten nachbilden und nicht direkt in Indexmitglieder investieren, hat dagegen nachgelassen. Wichtiger ist der Umstand, dass ETFs wie Fonds auch Sondervermögen sind. Wird der Anbieter insolvent, bleibt das investierte Kapital daher vor Zugriffen geschützt.


Exklusiv-Studie

Doch wie reagiert man, wenn das passende Portfolio steht? Wann sollte man zum Beispiel umschichten und mehr Aktien-ETFs kaufen? Die Antworten darauf liefert eine Studie, die S&P Dow Jones Indices exklusiv für die BÖRSE ONLINE-Schwesterpublikation Euro erstellte.


Einfach ist einfach gut

Die Auswahl der richtigen ETFs ist der Startschuss zum guten langfristigen Vermögensaufbau. Aber was dann? Soll man sein Portfolio einfach "laufen lassen" oder regelmäßig anpassen? Eine Studie von S&P für Euro liefert überraschende Antworten.

Der Einstieg in die Börse ist geschafft, ein ausgewogenes Portfolio aus günstigen Indexfonds zusammengestellt, und nun beginnt der Ernst des Börsenalltags: Meine Aktien sind stark gestiegen - soll ich Gewinne mitnehmen? Meine Aktien sind in den Keller gerauscht - soll ich jetzt verkaufen oder aufstocken? Habe ich noch die richtige Aktienquote oder sollte ich handeln?

Bei der Suche nach Antworten hat sich Euro an die Indexspezialisten von Standard & Poors gewendet. Sie berechnen weltbekannte Aktienindizes wie den Dow Jones Industrial Average oder S&P 500. Für Euro hat S&P untersucht, wie sich verschiedene Strategien von Anlegern in der Vergangenheit ausgezahlt hätten. Sollten Investoren die einmal gewählte Aktienquote regelmäßig wiederherstellen (Rebalancing) oder einfach ein Portfolio kaufen und das dann laufen lassen (Buy and Hold)?

Das Ergebnis ist auf den ersten Blick verblüffend. Das Basisportfolio aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen, eine häufig empfohlene Mischung, um Rendite und Risiko in Einklang zu bringen, brachte Anlegern fast identische Ergebnisse - unabhängig davon, ob sie nichts taten oder aktives Rebalancing betrieben. In jedem Fall lag die jährliche Rendite für das Portfolio aus US-Aktien und US-Staatsanleihen um 8,6 Prozent. Auch die Volatilität (eine Form, das Risiko einer Anlage zu messen) konnte ein Rebalancing auf den Ursprungswert nicht merklich senken. Dabei war es unerheblich, ob das Rebalancing an einem festen Datum einmal im Jahr stattfand oder dynamisch beim Unterschreiten oder Überschreiten bestimmter Schwellen für die Aktienquote. Dahinter steckt die Idee, nach starken Aktienjahren (und gestiegenen Aktienquoten) Gewinne mitzunehmen und nach schwachen Aktienjahren (und gesunkenen Aktienquoten) billig Aktien nachzukaufen. Nur wer die Grenzen hierfür sehr eng auf 65 beziehungsweise 35 Prozent Aktienquote setzte, konnte in einer Sache glänzen: Der maximale zwischenzeitliche Verlust (Maximum Drawdown) reduzierte sich auf Sicht von zwölf Monaten auf knapp 28 Prozent (Buy and Hold: 32 Prozent).

Die wichtigste Erkenntnis der exklusiven Studie: Wer das für sich tragbare Risiko gefunden und die Aktienquote dementsprechend gewählt hat, muss nicht mehr viel machen. Auch, weil Rebalancing Geld kostet. Die Transaktionskosten sind bei ETFs zwar gering, aber nicht vernachlässigbar. Und so kommentieren die Experten von S&P die Ergebnisse der Studie folgerichtig: "Berücksichtigt man Handelskosten, wäre Nichtstun eine sehr vernünftige Strategie gewesen."

Doch wie bei allen Studien gilt es auch hier, genau hinzusehen. Auf den zweiten Blick wird deutlich, warum sich Anleger nicht darauf verlassen sollten, dass Buy and Hold ohne jegliche Anpassungen auch in den kommenden Jahren die beste Strategie ist.

Denn obwohl die Studie einen sehr langen Zeitraum von fast 30 Jahren abdeckt, kann sie nicht erfassen, was passiert, wenn sich das Zinsumfeld ändert. In den beobachteten Jahren kannten die Zinssätze der Notenbanken nur eine Richtung: nach unten. Die ständig sinkenden Leitzinssätze sorgten für beständigen Rückenwind für die Kurse von Staatsanleihen. Und so lieferten sie in den vergangenen 30 Jahren überdurchschnittlich hohe Renditen ab - fast so hoch wie die von Aktien. Dadurch entwickelten sich der Aktien- und Bondanteil im Portfolio fast im Gleichlauf. In diesem Marktumfeld kann Rebalancing keinen Mehrwert bringen. Denn wenn die Wertentwicklung von Aktien und Renten gleich gut ist, verändert regelmäßiges Rebalancing nichts und dynamisches Rebalancing kommt so gut wie nie vor. So erreichte die Aktienquote bei einem Korridor von 70/50 nur alle fünf Jahre die Schwelle, die einen Ver- oder Nachkauf von Aktien auslöste.

Bei Leitzinsen von null ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren Anleihen so stark zulegen wie in den vergangenen Jahrzehnten. Sehr wahrscheinlich ist umgekehrt, dass die Aktienrenditen die Anleiherenditen deutlich übertreffen und somit die Anteile in einem ausgewogenen Portfolio wieder stärker auseinandergehen. In so einem Umfeld ist es einfacher, mit Rebalancing nach einer Aktienhausse rechtzeitig Gewinne mitzunehmen oder nach einer Aktienbaisse Aktien günstig aufzustocken. Rebalancing - ob einmal im Jahr oder mittels nicht zu eng gesetzter Schwellen - wird also aller Voraussicht nach in den nächsten Dekaden erfolgreicher sein als in den vergangenen 30 Jahren.


ETFs für Profis: Clever ist nicht besser

Faktor-ETFs und Multi-Faktor-ETFs gelten als der neueste Schrei in der ETF-Branche. Wir erklären, wieso Privatanleger dort nicht sofort zugreifen müssen.

Viele Anleger dürften verwirrt sein. Da haben sie bereits gelernt, dass man mit ETFs auf breit gestreute Indizes wie den Stoxx Europe 600 oder den MSCI World nicht viel falsch machen kann. Nun hören sie jedoch von Smart-Beta-ETFs, die clevere und bessere Indizes abbilden sollen. Was also tun?

Fachleute sprechen ungern von Smart Beta. Sie sagen lieber Factor Investing. Das klingt neutraler. Mit Faktoren bezeichnet man generell Strategien wie geringe Volatilität (Low Volatility), Gleichgewichtung (Equal Weight), niedrige Bewertung (Value), Nebenwerte (Size), Qualität oder Trendfolge (Momentum). Auch Dividendenstrategien zählen Fachleute zu den Faktoren. Beim Factor Investing geht es darum, Indizes anders zusammenzustellen als den DAX oder den MSCI World. Denn diese traditionellen Indizes setzen sich auf eine ganz bestimmte Weise zusammen. Je größer der Börsenwert eines Unternehmens ist, desto stärker werden dessen Aktien darin gewichtet. Beim DAX bedeutet dies: Siemens ist an der Börse über 100 Milliarden Euro schwer. Das heißt, so viel müsste man bezahlen, wollte man alle Siemens-Aktien kaufen. Lufthansa ist dagegen weniger als zehn Milliarden Euro wert. Deshalb sind Siemens-Aktien im DAX mit über neun Prozent gewichtet und Lufthansa-Titel mit weniger als einem Prozent. Gewichtung anhand der Marktkapitalisierung nennt man dies. Oder Market-Cap-Gewichtung.

Beispiel Japan

Diese Methode sei aber nicht besonders clever, wenden die Anhänger des Factor Investings ein. Denn Anleger würden teure Aktien auf diese Weise automatisch zu hoch und günstige Aktien zu niedrig gewichten. Diese Kritik ist durchaus berechtigt.

In der Zeit vor 1990 stiegen japanische Aktien zum Beispiel so stark an, dass ihr Gewicht im MSCI World Index 40 Prozent ausmachte. Wie sich herausstellte, waren japanische Aktien aber zu stark gestiegen und erlitten anschließend extreme Kursverluste. Japan ist jedoch ein Extremfall, wie einige andere Fälle auch. Sie blenden aus, dass Titel wie SAP oder Siemens zu Recht stärker gestiegen sind als Eon oder RWE.

Dennoch sind Faktor-ETFs einen Blick wert. Schließlich ist die Market-Cap-Methode nur eine von vielen Möglichkeiten, einen Index zu gewichten.

Die Faktor-ETFs selbst sind noch zu jung, um sie seriös beurteilen zu können. Allerdings hat der Indexanbieter MSCI die entsprechenden Strategien zurückgerechnet. In den vergangenen zehn Jahren schlugen etliche globale Faktor-Strategien demnach den MSCI World Index. Das gilt für die Faktoren Qualität, Momentum, Minimum-Volatilität, Nebenwerte und Gleichgewichtung.

Value- und Dividendenwerte schnitten dagegen schlechter ab. Doch verläuft die Zukunft an der Börse oft anders als die Vergangenheit. Womöglich werden sich Value- und Dividendenwerte in den kommenden zehn Jahren wieder besser entwickeln - etwa deshalb, weil sie momentan günstiger bewertet sind als die anderen Faktor-Strategien. Aber auch das ist nicht gewiss.

Faktoren kombinieren

Wer sich auf einen Faktor festlegt, weiß deshalb nicht von vornherein, wann dieser erfolgreich sein wird. Vernünftigerweise kann man annehmen, dass Qualitäts- und Value-Aktien nicht zur gleichen Zeit erfolgreich sein werden. Denn Qualitätsaktien mit guten Bilanzen und stabilen Erträgen haben eine defensive Komponente und laufen dann vergleichsweise besser, wenn das Wachstum stabil bleibt oder abflaut. Günstige Value-Titel weisen dagegen einen zyklischen Charakter auf und laufen relativ gut, wenn die Konjunktur anspringt. Bei den anderen Faktoren sind derartige Effekte schwieriger vorherzusagen.

Die ETF-Branche kombiniert daher unterschiedliche Faktoren in einem ETF, um Anleger von Timing-Problemen zu befreien. Dies spiegelt sich etwa im weltweiten iShares Multifactor ETF wider, der die Faktoren Momentum, Nebenwerte, Qualität und Value kombiniert. Eine vergleichbare Strategie verfolgt der Amundi ETF Scientific Beta, der die Faktoren niedrige Volatilität, Momentum, Nebenwerte und Value berücksichtigt.

In der Historie lagen beide Multi-Faktor-Strategien vor dem MSCI World Index. In den vergangenen zwölf Monaten liefen sie jedoch schlechter als beispielsweise der iShares Core MSCI World ETF. Auch der europäische Multifactor-ETF von iShares entwickelte sich in dieser Zeit schlechter als etwa der Comstage Stoxx Europe 600 ETF.

Breit streuen

Für Einsteiger drängen sich Faktor- und Multifaktor-ETFs aus heutiger Sicht also nicht zwingend auf. Ohnehin haben die Anleger bereits mit ihrem Geld abgestimmt. Die zehn größten Market-Cap-ETFs sind alle mindestens fünf Milliarden Euro groß, die meisten Faktor-ETFs schaffen nicht mal die Hürde von 500 Millionen Euro.

Quelle:
fondsweb.de

Smart in Indien anlegen

fondsweb.de - Smart in Indien anlegen

(boerse-online) - WisdomTree India Quality UCITS ETF - Indische Aktien gehören langfristig zu den besten Performern. Die bisherigen ETFs waren durch ihre Konstruktion nicht ideal. Der India Quality ETF könnte nun eine wirkliche Alternative bieten. Von Jörn Kränicke

Der Smart-Beta-Trend erfasst nun auch indische Aktien. Vor Kurzem hat Wisdom Tree als erster Anbieter einen Indien-Smart-Beta-ETF für Qualitätsaktien lanciert. Die Auswahlkriterien sind breit gefasst, sodass viele der 5500 in Mumbai gelisteten Unternehmen im Auswahluniversum sind. Alle Titel, die eine Marktkapitalisierung von mindestens 200 Millionen US-Dollar und ein tägliches Handelsvolumen von 200 000 US-Dollar aufweisen, kommen infrage. Weiteres Kriterium: Sie müssen wenigstens fünf Millionen US-Dollar im Jahr Gewinn machen. Alle Titel, die die erste Hürde nehmen, werden dann hinsichtlich ihrer Eigenkapitalrendite (ROE) und der Kapitalrendite (ROA) untersucht. Dabei werden jeweils die vergangenen drei Jahre berücksichtigt. Gewichtet werden die besten Titel nach ihrer Marktkapitalisierung. Zudem werden Einzelwerte mit maximal fünf Prozent gewichtet und Sektoren sind auf maximal 25 Prozent beschränkt. Allerdings muss aus jedem Sektor wenigstens eine Aktie in den ETF aufgenommen werden. Der Index enthält 104 Titel. 52,2 Prozent davon sind Large Caps (über zehn Mrd. US-Dollar) und 38,7 Prozent Mid Caps (zwischen zwei Mrd. und zehn Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung). Etwa 9,1 Prozent sind Small Caps (weniger als zwei Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung). Die größten Sektorgewichtungen sind IT (22,7%), Konsumgüter (18,8%) und Gesundheitswesen (15,1%).

Indien gehört im Grunde seit rund 20 Jahren zu den performancestärksten Märkten. Allerdings brauchen Anleger gute Nerven. Die Volatilität ist bisweilen hoch. Allerdings stimmen die Zukunftsaussichten. Laut IWF ist Indien die einzige Volkswirtschaft, die in den kommenden Jahren mit mindestens sieben Prozent wachsen wird.

Fazit: Für Langfristanleger ist Indien ein Muss. Und der Quality-ETF ist eine vielversprechende Möglichkeit, um auf dem Subkontinent zu investieren.

Quelle:
fondsweb.de

US-Aktien, nein danke!

fondsweb.de - US-Aktien, nein danke!

(boerse-online) - US-Aktien gelten als teuer. uro fondsxpress untersuchte deshalb die US-Quoten von globalen Fonds und ETFs. Von Ralf Ferken

Stehen US-Aktien vor zehn mageren Jahren oder droht an der Wall Street sogar ein Crash? Beide Szenarien wirken derzeit nicht völlig unrealistisch. Zwar hatte Warren Buffett im Nachhinein damit recht, als er im Oktober 2008 in der "New York Times" postulierte: "Buy American.

I am." Doch nach acht Jahren Bullenmarkt sind US-Aktien inzwischen hoch bewertet. So beträgt das Kurs-Buchwert-Verhältnis des MSCI USA zum Beispiel 3,1. Beim MSCI Europe liegt dieser Wert bei 1,9, beim MSCI Emerging Markets bei 1,7 und beim MSCI Japan bei 1,3. Zudem weist der S & P 500 ein Shiller-KGV von 29,9 auf. Nur zweimal in der Historie lag das sogenannte zyklisch -adjustierte KGV (CAPE) höher - in den Jahren 1929 und 2000, als die Kurse daraufhin massiv einbrachen.

Was also tun? Einige Anleger werden ihre US-Quote künftig wohl reduzieren, um das Kapital nach Europa, Japan oder in die Schwellenländer umzuschichten. Andere Anleger kaufen womöglich globale Aktienprodukte, die nur zu einem geringen Teil in US-Aktien investieren. Bei globalen Aktien-ETFs ist dies allerdings gar nicht so leicht. So weist der MSCI World Index zum Beispiel einen US-Anteil von 59 Prozent auf. Bei einigen Factor-Indizes (Minimum Volatility, Momentum, Quality) liegt dieser Anteil sogar noch höher. Einzig bei globalen Dividenden- und Value-Strategien liegt der US-Anteil substanziell unter 59 Prozent. Beim MSCI World Value Factor Index investieren Anleger dafür stärker in japanische Aktien (27 %), beim Stoxx Global Select Dividend 100 Index stärker in Aktien aus Australien (12 %), Hongkong (11 %), Singapur (10 %) und Kanada (8 %). Wahlweise könnten sich Anleger für den MSCI All Country World Index (ACWI) entscheiden, der jeweils Aktien aus 23 Industrie- und Schwellenländern enthält. Aufgrund der hohen US-Marktkapitalisierung beträgt der US-Anteil dort aber auch 52 Prozent.

Etliche globale Fonds halten dagegen eine vergleichsweise niedrige US-Quote. Das gilt etwa für den DWS Top Dividende und noch mehr für den DJE Dividende & Substanz. Da US-Aktien vergleichsweise niedrige Dividendenrenditen bieten, halten beide Fonds naturgemäß weniger US-Titel als im MSCI World Index. So weist der MSCI USA Index zum Beispiel eine Dividendenrendite von 2,0 Prozent auf. Der MSCI Europe Index kommt hier auf 3,3 Prozent, der MSCI Australia auf 4,3 Prozent.

Geradezu verschwindend gering ist die US-Quote bei einigen Value-Fonds. So gewichtet der Lingohr-Systematic-LBB-Invest die USA aufgrund seiner Gleichgewichtungsphilosophie traditionell mit knapp über zehn Prozent. Gregor Trachsel hat beim Warburg Value Fund zwar größere regionale Freiheiten, dennoch hält er nur zehn Prozent in US-Werten. Titel "mit einem signifikanten Abschlag zum errechneten inneren Wert" findet er momentan eher in Japan (24 %), Brasilien (14 %) und Italien (11 %).

Beim StarCapital Priamos ist die US-Quote seit einiger Zeit ebenfalls sehr gering. Anhand von einigen Value-Kennziffern bevorzugt Manager Norbert Keimling Titel aus Korea (11 %), Italien (10 %), Frankreich (9 %) und China (8 %).

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China im MSCI: Mit diesem Fonds profitieren Anleger

fondsweb.de - China im MSCI: Mit diesem Fonds profitieren Anleger

(boerse-online) - Der Fonds ist bereits in A-Aktien investiert. Die jüngste MSCI-Entscheidung sorgt für anhaltende Nachfrage. Von Jörg Billina

"Jede lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt", lautet ein chinesisches Sprichwort. Das umschreibt die Bedeutung der jüngsten Entscheidung des US-Indexanbieters Morgan Stanley Capital International recht gut, das Reich der Mitte zunehmend in die internationale Finanzwelt zu integrieren. Im kommenden Jahr werden erstmals 222 Bluechip-Aktien, die an den Festlandbörsen in Shenzhen und Shanghai notieren, in den MSCI Emerging Marktes Index aufgenommen.

Das Gewicht Chinas im wichtigsten Schwellenländer-Börsenbarometer steigt damit zwar nur geringfügig: von 28,6 auf 29,3 Prozent. In den kommenden Jahren will MSCI den Anteil an A-Aktien jedoch sukzessive nach oben fahren. Sollten eines Tages alle A-Aktien einbezogen werden, wird der China-Anteil im Schwellenländerindex rund 40 Prozent betragen. Exchange Traded Funds (ETFs), die das Börsenbarometer physisch nachbilden, müssen sich dann entsprechend positionieren. Die Investmentbank Goldman Sachs rechnet in den kommenden fünf Jahren mit Zuflüssen in Höhe von mehr als 200 Milliarden Dollar.

So lange müssen Anleger jedoch nicht warten. Mit dem Comgest Growth Greater China Fund können sie schon jetzt an der Wertentwicklung von A-Aktien partizipieren. In diese Kategorie fallen etwa Chinas größter Molkereikonzern Inner Mongolia Yili oder der Techwert Hangzhou Hikvision. Ende 2016 betrug der Anteil von A-Aktien im Fonds rund zwölf Prozent. Zudem investieren die drei Fondsmanager David Raper, Baijing Yu und Jasmin Kang in chinesische Unternehmen, die in Hongkong gelistet sind - etwa das Internet-Technologieunternehmen Netease. Auch taiwanische Unternehmen finden sich im Portfolio. Auf den Chiphersteller Taiwan Semiconductor entfallen knapp sechs Prozent der Mittel.

Mit Abstand vorn

Aus dem großen Anlageuniversum picken Raper, Yu und Kang jedoch gerade mal 40 Titel nach dem Bottom-up-Prinzip heraus. Dabei weichen sie immer wieder stark vom Vergleichsindex ab. Bislang hat das Fondsmanagement das Wachstums- und Kurspotenzial der Unternehmen richtig eingeschätzt. In den vergangenen fünf Jahren legte der Comgest Growth Greater China um 123 Prozent zu. Damit schneidet er nicht nur wesentlich besser ab als der MSCI AC Golden Dragon, sondern lässt auch die Konkurrenz zurück.

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Mit diesem Fonds profitieren Anleger von Big Data

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(boerse-online) - EdR Fund Big Data: Die Weiterverarbeitung der immer größer werdenden täglich produzierten Datenmenge führt zu neuen Geschäftsmodellen und ungeahnten Möglichkeiten wie selbstfahrenden Autos. Wie Sie profitieren. Von Jörn Kränicke

Heutzutage ist Technologiefonds nicht mehr gleich Technologiefonds. Neben den breit anlegenden Fonds gibt es immer mehr Produkte, die neue Trends abbilden. Neben Automatisierung und Robotik ist dies auch Big Data.

Edmond de Rothschild war in Frankreich früh dran mit dem Trendthema Big Data. Ihren bereits 2015 aufgelegten Fonds bringen sie nun nach Deutschland. Die beiden Fondsmanager Jacques-Aurélien Marcireau und Nan Zhang wollen an der "Big-Data-Revolution" teilhaben. "Für uns sind dies Investitionen in Unternehmen, die die Welt mit anderen Augen sehen", bringt es Marcireau auf den Punkt.

Laut Zahlen von IBM sind etwa 90 Prozent der heutzutage weltweit verfügbaren Daten erst in den vergangenen zwei Jahren entstanden. "2,5 Trillionen Bytes an Daten werden täglich auf der ganzen Welt produziert", sagt Zhang. Doch warum wird dieser Datenwust quasi als neuer Rohstoff gesehen? "Die großen Datensammelstellen wie Google, Facebook oder Amazon erhalten durch die großen Mengen an Daten, die ihnen nun zur Verfügung stehen, ganz neue Einblicke in das Kaufverhalten der Kunden sowie deren mögliche Interessen. Dank technologischer Fortschritte ist es mittlerweile möglich, diese Informationen zu verarbeiten und immer besser zu nutzen.

Der Einfluss auf die gesamte Wirtschaft wird immer greifbarer. Industrielle Instandhaltung, maßgeschneiderte Angebote, Energieeffizienz, Präventivmedizin und autonom fahrende Autos sind nur einige Beispiele dafür, wie Big Data mit weitreichenden Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft genutzt werden kann", sagt Marcireau.

Sein Portfolio besteht aus drei Bereichen: Firmen, die Daten sammeln oder die Software zur Analyse der Daten herstellen, und Unternehmen, die Big Data bereits in ihr Kerngeschäft integriert haben. Mit 52 Titeln ist der Fonds recht konzentriert. Der Fonds ist über die verschiedenen Branchen breit gestreut, sodass es kein High-Beta-Produkt ist. Der Fonds hat ein KGV von 17, was für einen Techfonds moderat ist. Daher ist die Volatilität auch nur leicht höher als beim MSCI World.

Fazit: Aussichtsreicher Fonds zu einem zukunftsträchtigen Thema.

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11,4% Durchschnittsrendite seit 2008: Solides Value-Investing

fondsweb.de - 11,4% Durchschnittsrendite seit 2008: Solides Value-Investing

(boerse-online) - Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen ist sowohl bei Stiftungen wie auch bei Privatanlegern überaus beliebt, was das Fondsvermögen von inzwischen 2,17 Milliarden Euro eindrucksvoll unterstreicht. Mit seiner stringenten Anlagepolitik, sowohl konsequent auf stark unterbewertete Aktien zu setzen als auch die Aktienquote aktiv zu variieren, hat er seit Auflage im Januar 2008 einen durchschnittlichen jährlichen Wertzuwachs von 11,41 Prozent erzielt. Von Ronny Kohl

Stiftungsfonds zeichnen sich in der Regel durch eine sehr konservative Anlagepolitik aus. Da sie als Anlagevehikel für Stiftungen konzipiert sind, sollen sie einen relativ sicheren Ertrag erzielen, der über der Geldmarktverzinsung bzw. der Inflationsrate liegt, möglichst geringe Kurschwankungen verzeichnen und die Erträge regelmäßig ausschütten. Das bedeutet, dass es sich meist um Mischfonds mit einem starken Anleiheteil handelt, die Aktien in einem mehr oder minder großen Ausmaß beimischen. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen allerdings ist anders.

"Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen ist kein klassischer Stiftungsfonds", betont Frank Fischer, "sondern ein Fonds für den Aktienteil einer Stiftung." Fischer ist Chief Investment Officer (CIO) der Shareholder Value Management AG, die den Fonds als "vermögensverwaltenden Value-Aktienfonds mit Dividendenfokus" verwaltet und in erster Linie auf Aktienwerte setzt.

Entsprechend soll die Aktienquote des Fonds mindestens 51 Prozent betragen, kann aber in guten Marktphasen durchaus auch auf 90 Prozent angehoben, in schwachen Phasen wiederum kurzfristig über Derivate abgesichert werden. Gesteuert wird die Aktienquote unter anderem durch die Verhaltensökonomik. Die Fondsmacher analysieren hierbei Faktoren wie die Marktstimmung, mögliche Unter- oder Übertreibungen aber auch Konjunkturerwartungen und insbesondere auch die Aktienbewertungen.

"Aktien sind langfristig die beste Anlagekategorie", bringt Fischer die Anlagephilosophie des Fonds auf den Punkt. Sein zweiter Grundsatz, den er daraus ableitet, ist, dass Value-Nebenwerte historisch die beste Aktienkategorie darstellen. Dies legt er als Basis für die Anlagestrategie, sodass er für den Fonds zwei Alphaquellen als Ertragsbringer nutzt: Die besagte Verhaltensökonomik zur Steuerung der Aktienquote sowie ein "stringentes Value-Investing" für die Auswahl der Einzeltitel.

Mit dieser Strategie hat der Fonds seit Auflage im Januar 2008 einen durchschnittlichen jährlichen Wertzuwachs von 11,41 Prozent erreicht (per 27.06.2017). Keine Frage, dass das auch die Anleger begeistert, wobei sie eindeutig nicht nur aus dem Stiftungslager stammen, was sich schon daran zeigt, dass es den Fonds sowohl als ausschüttende wie auch als thesaurierende Tranche gibt. Stiftungen investieren in der Regel in ausschüttende Fonds, weil sie die regelmäßigen Zuflüsse zur Erfüllung ihrer Stiftungszwecke brauchen.

Anleger, die für Vorsorgezwecke in Fonds investieren, um beispielsweise ein Vermögen aufzubauen, bevorzugen hingegen thesaurierende Fonds, bei denen sämtliche anfallenden Erträge laufend wieder angelegt werden. Für beide Anlegergattungen hat der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen seine Eignung längst bewiesen, was sich an den stetigen Mittelzuflüssen ablesen lässt, die das Fondsvermögen aktuell auf stolze 2,17 Milliarden Euro gehievt haben.

Value Investing: Fundgrube europäische Nebenwerte

Wesentlicher Bestandteil des Erfolgsrezepts des Fonds ist das Value-Investing. Fischer und Kollegen folgen dabei den Ideen von Benjamin Graham, der als Vater der fundamentalen Wertpapieranalyse gilt, die die Basis für das Value-Investing legt. Dementsprechend suchen die Fondsmanager mit Hilfe ihres Netzwerks, aktuellen Börsennachrichten oder über quantitative Screenings nach Aktien, die in ihren Augen stark unterbewertet sind. Hierzu bestimmen sie den "fairen Wert" einer Aktie und vergleichen diesen mit dem aktuellen Kurs, zu dem der Titel an der Börse gehandelt wird.

Finden sie einen Titel, dessen Kurs um 40 oder mehr unter dem fairen Wert liegt, was intern als "Sicherheitsmarge" bezeichnet wird, ist dies ein potenzieller Kaufkandidat. Bevor der Titel aber tatsächlich in das Portfolio aufgenommen wird, muss er noch eine ganze Reihe von Analysen über sich ergehen lassen - quantitative und qualitative -, um entscheiden zu können, ob der Titel auch das Potenzial besitzt, im Kurs zum fairen Wert aufzuschließen. Schließlich gilt es zu vermeiden, auf Titel zu setzen, die aus welchem Grund auch immer dauerhaft unterbewertet bleiben. Ein weiterer fester Bestandteil der Anlagestrategie liegt schließlich darin, die Aktien konsequent dann zu verkaufen, wenn der Kurs zum fairen Wert aufgeschlossen hat.

Die interessantesten Titel finden Fischer und sein Team regelmäßig unter europäischen Nebenwerten, die bereits Dividende zahlen. Entsprechend stellen die sogenannten Small- und Mid-Caps rund drei Viertel des Fondsportfolios. Das letzte Viertel besteht aus großen Werten, sogenannten Large Caps. "Unser Fokus liegt auf Nebenwerteaktien mit regionalem Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum", präzisiert Fischer, "da mit diesen Small- und Mid-Caps historisch die höchsten Erträge erwirtschaftet wurden", so seine Begründung.

Neben einer attraktiven Dividendenpolitik legt Fischer bei den in Frage kommenden Aktien Wert darauf, dass sie eigentümergeführt sind. Der Eigentümer oder die Familie sollten idealerweise zu zehn bis 30 Prozent mit eigenem Geld im Unternehmen investiert sein, sodass die Unternehmensleitung dieselben Interessen verfolgt wie die Aktionäre, was für eine gewisse Kontinuität spricht. "Überdies sollte das Management langfristig wie ein Unternehmer incentiviert werden", sagt Fischer. Als Beispiele nennt er Sixt, Hornbach oder auch Berkshire Hathaway.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Unternehmen eine Art Burggraben um ihre Geschäftstätigkeiten gezogen haben sollten. Das bedeutet, dass sie eine solide Marktstellung mit Wettbewerbsvorteilen haben und von Konkurrenten nicht allzu leicht angegriffen werden können. Und schließlich fließen auch soziale, ethische und ökologische Aspekte in die Aktienauswahl mit ein. In Zusammenarbeit mit Sustainalytics, einem auf Nachhaltigkeitsresearch spezialisierten Unternehmen, prüfen die Fondsmanager ihr Anlageuniversum auch hinsichtlich der sogenannten ESG-Nachhaltigkeitskriterien.

ESG steht für ökologisch, sozial und gute Unternehmensführung und die entsprechenden "nachhaltigen, sozialverträglichen und umweltschonenden Filterkriterien stellen sicher, dass das Fondsvermögen nur in Unternehmen investiert wird, die ihrer ESG-Verantwortung nachkommen", betont Fischer. Ausgeschlossen sind beispielsweise Hersteller von alkoholischen Getränken und Tabakwaren, von Waffen und Rüstungsgütern oder von pornografischem Material, sowie Unternehmen, die in der Kernenergie oder dem Glücksspiel aktiv sind, sowie solche, die mit Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen oder Umweltverschmutzung und Korruption in Verbindung gebracht werden.

Die Börsenampel bleibt auf grün

Hinsichtlich der aktuellen Marktgegebenheiten zeigt sich Frank Fischer sehr zuversichtlich. Er sieht nicht nur die wichtigsten Börsenindizes in Rekordlaune, sondern auch Faktoren, die diesen Trend weiter befeuern könnten. "Da sind zum einen die guten Quartalszahlen, die nicht nur in Europa, sondern auch in den USA die Kurse vorangetrieben haben. Dabei ist auffällig, dass dies für den breiten Markt gilt", sagt Fischer. Getrieben vom Tech-Sektor und der Nachfrage aus Asien hätten Europas Unternehmen im Vergleich zum ersten Quartal 2016 mit einem Gewinnwachstum von 23 Prozent überrascht. Überdies bezeichnet Fischer die Konjunktur in Europa als "gut", diejenige in Deutschland sogar als "sehr gut". Die Aussichten seien positiv, was auch noch eine ganze Weile so bleiben sollte.

Gleichwohl betont Fischer, dass sein Team immer auf der Hut sei, um gegebenenfalls kurzfristig gegensteuern zu können. Die Aktienquote will er von daher auch weiterhin bei 85 Prozent belassen, um an steigenden Märkten partizipieren zu können. Die wichtigsten Einzeltitel im Depot sind Stada, Alphabet, WashTec, Novo-Nordisk und Berkshire Hathaway. Die bedeutendsten Branchen sind Pharma/Gesundheit, Industrie, Technologie und Handel. Bei den Länderpositionen sind deutsche Aktien weit führend vor Titeln aus USA und Großbritannien.

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN: DE000A0M8HD2 für die thesaurierende Tranche und DE000A1JSWP1 für die ausschüttende Tranche) wird mit einem maximalen Ausgabeaufschlag von 5,0 Prozent angeboten. Die jährlichen Kosten liegen bei 1,24 bzw. 1,29 Prozent (TER); zusätzlich wird ein Erfolgshonorar in Höhe von 15 Prozent auf Jahreserträge erhoben, die 8,0 Prozent p.a. überschreiten. Für das Erfolgshonorar gibt es eine High Water Mark, wonach das Honorar nur erhoben wird, wenn etwaige vorherige Verluste wieder aufgeholt wurden.

Quelle:
fondsweb.de